Archivierter Artikel vom 26.04.2010, 12:52 Uhr
Hamburg/Köln

Finanzierung durch Pharmakonzerne verzerrt Studien

Finanziert ein Pharmakonzern medizinische Studien zu einem seiner Wirkstoffe, fällt das Ergebnis für ihn vielfach günstiger aus als bei Studien mit anderer Geldquelle. Diese – nicht ganz überraschende – Erkenntnis wurde nun von deutschen Forscher wissenschaftlich bestätigt.

Eine Ursache sei, dass die Firmen die Studienprotokolle gezielt zu ihren Gunsten beeinflussten, schreiben die Wissenschaftler im «Deutschen Ärzteblatt» (Bd. 107, S. 279).

An der Analyse waren Fachleute der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft in Berlin, Prof. Wolf-Dieter Ludwig vom Helios-Klinikum in Berlin und Prof. Klaus Lieb von der Universitätsmedizin in Mainz beteiligt. Sie werteten insgesamt 57 Publikationen zu dem Thema aus, die zwischen November 2002 und Dezember 2009 veröffentlicht worden waren. Es handele sich hauptsächlich um Untersuchungen, deren «ausdrückliches Ziel» es war, von Pharmafirmen finanzierte Studien mit unabhängig finanzierten zu vergleichen.

Studie im Deutschen Ärzteblatt: http://dpaq.de/pdfsK