Archivierter Artikel vom 09.07.2010, 11:56 Uhr
Wiesbaden

Verbraucherpreise in Deutschland weiter stabil

Die deutschen Verbraucher können weiterhin mit stabilen Preisen rechnen. Die jährliche Inflationsrate sank von 1,2 Prozent im Vormonat auf 0,9 Prozent im Juni, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Es bestätigte damit seine vorangegangene Schätzung.

Lesezeit: 1 Minuten
Verbraucherpreise
Die Teuerung in Deutschland hat sich im Juni wie erwartet abgeschwächt. Die jährliche Inflationsrate sank von 1,2 Prozent im Vormonat auf 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Ungeachtet weit verbreiteter Inflationsängste in Folge der Euro- Krise liegt die Jahresteuerung damit im ersten Halbjahr nach wie vor weit unter der Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank sieht die Preisstabilität bei Inflationsraten von knapp unter 2,0 Prozent gewahrt.

Die Bundesbank hatte im Juni ihre Prognosen für Wachstum und Inflation angehoben. Sie rechnet für dieses Jahr mit einer Inflationsrate von 1,2 Prozent und für das kommende Jahr von 1,6 Prozent. Die Preisentwicklung bleibe damit moderat.

Weiterhin sind die Mineralölprodukte die ärgsten Preistreiber im Warenkorb der Statistiker. Leichtes Heizöl wurde in der Jahresfrist 23,5 Prozent teurer und Kraftstoffe legten um 8,5 Prozent zu. Ohne die Mineralölprodukte hätte die Jahresteuerungsrate nur 0,4 Prozent betragen, wie das Bundesamt mitteilte. Inflationsdämpfend wirkten die Preise für Gas (- 8,9 Prozent) und Fernwärme (- 10,6 Prozent).

Preisempfindliche Konsumenten dürften sich im Juni über starke Steigerungen bei der Butter geärgert haben. In der Jahresfrist registrierten die Statistiker ein Plus von mehr als einem Drittel (+ 38,2 Prozent). Auch Fisch und Gemüse wurden deutlich teurer. Im Schnitt lagen die Preise für Nahrungsmittel aber nur um 1,2 Prozent über dem Wert aus dem Juni 2009. Günstiger waren zum Beispiel Süßwaren und Brot. Im Vergleich zum Mai wurden Pauschalreisen und Hotelübernachtungen teurer, während Bekleidung und Schuhe günstiger zu haben waren.