Angaben der Bundesländer

Mehr als halbe Milliarde Euro Soforthilfen zurückgezahlt

Viele kleine Unternehmen und Selbstständige haben die Corona-Soforthilfen inzwischen wieder an Bund und Länder zurückgezahlt. Das geht aus einem Medienbericht hervor.

Hilfen für die Wirtschaft
Ein Antrag auf Corona-Soforthilfe.
Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin (dpa). Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer haben Corona-Soforthilfen in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro an den Staat zurückgezahlt. Das ergab eine Nachfrage der Zeitung „Welt am Sonntag“ bei den Bundesländern.

Demnach gaben Soforthilfe-Empfänger bis zum 30. September mehr als 560 Millionen Euro ungerechtfertigt gezahlter Zuschüsse zurück. Auf den ersten drei Plätzen liegen Nordrhein-Westfalen mit 170 Millionen Euro, Berlin mit 143 Millionen Euro und Bayern mit 107 Millionen Euro. Die Angaben beziehen sich sowohl auf das Soforthilfeprogramm des Bundes als auch auf die entsprechenden Programme der Länder. 13 Bundesländer machten Angaben.

Allein in den Topf des Bundes seien bis Ende September 305 Millionen Euro zurückgeflossen, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Verweis auf Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums. 13,8 Milliarden Euro wurden im Rahmen des Bundesprogramms bislang insgesamt an Antragssteller verteilt. Das Programm ist am 31. Mai ausgelaufen, daher gibt es nur noch geringe Änderungen bei den Antrags- und Bewilligungszahlen.

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