Erntedank

Klöckner: Lebensmittel wertschätzen

Auch in schlechten Erntejahren muss in Deutschland heute nicht mehr gehungert werden. Den Wert von Lebensmitteln anerkennen sollten wir trotzdem mehr, finden die Landwirtschaftsministerin.

Julia Klöckner
Julia Klöckner (CDU) erinnert an den Wert von Lebensmitteln.
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Berlin (dpa). Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat zum Erntedankfest an diesem Sonntag zu mehr Wertschätzung für Lebensmittel aufgerufen. „Ihren Preis zeigt die Supermarktkasse an. Aber nicht ihren Wert“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir sollten uns ins Bewusstsein rufen, wie viel Zeit, harte Arbeit und Durchhaltevermögen es erfordert, bis unser Essen auf die Teller kommt“, so Klöckner.

Geringere Ernte 2021

Auch dieses Jahr zeige, „dass gute Ernten und ein breites Angebot an hochwertigen Lebensmitteln nicht selbstverständlich sind“, sagte Klöckner. Wegen ungünstigen Wetters mit viel Regen haben die Bauern eine enttäuschende Getreideernte 2021 eingefahren. Zu erwarten ist nach vorläufigen Daten des Ministeriums eine Menge von 42,1 Millionen Tonnen. Das sind 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr und 4,8 Prozent weniger als im Schnitt der Jahre 2015 bis 2020.

„Das Erntedankfest stammt aus einer Zeit, in der eine schlechte Ernte Hunger bedeutete, man nur sorglos in den Winter gehen konnte, wenn Speicher und Keller gefüllt waren“, sagte Klöckner. „Heute sind Lebensmittel für uns in Europa schlichtweg selbstverständlich. Sie sind einfach da. Eher zu reichlich als zu knapp. In hoher Qualität – regional, bio oder exotisch.“ Sie dankte den Bauern für ihre Arbeit.

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