Archivierter Artikel vom 19.05.2010, 11:54 Uhr

Kartellstrafen für Kupferrohr-Firmen bestätigt

Luxemburg (dpa). Wegen verbotener Preisabsprachen müssen die Kupferröhren-Unternehmen KM Europa Metal (KME) aus Osnabrück und die Wieland-Werke (Ulm) die verhängten Millionenstrafen in voller Höhe zahlen.

Rolle Kupferrohr
Verbotene Preisabsprachen auf dem Kupferrohrmarkt: Das EU-Gericht in Luxemburg hat die Kartellstrafen für die KM Europa Metal (KME) und die Wieland-Werke bestätigt.

Das EU-Gericht in Luxemburg bestätigte die von der EU-Kommission im Jahr 2004 ausgesprochenen Bußgelder. Die Klagen der Firmen wurden abgewiesen, teilte das Gericht mit. Die KME-Gruppe muss mit 67 Millionen Euro die höchste Einzelstrafe aller acht beteiligten Unternehmen zahlen, die Wieland-Werke AG müssen knapp 28 Millionen Euro aufbringen.

Dagegen ermäßigte das Gericht die Geldbußen gegen zwei andere europäische Firmen, die IMI-Gruppe und Chalkor, um zehn Prozent. KME ist nach eigenen Angaben weltgrößter Verarbeiter von Kupfer und Kupferlegierungen. Die Wieland-Werke sind einer der weltweit führenden Hersteller von Kupfer-Halbfabrikaten wie Bänder, Bleche, Rohre und Drähte. Alle beteiligten Firmen sollen Preise abgesprochen und Marktanteile untereinander aufgeteilt haben. Sie haben laut EU-Kommission ein «klassisches Kartell» mit Decknamen und anonymen Treffen gebildet.

Urteil