Archivierter Artikel vom 19.05.2010, 09:46 Uhr

Finanzmarktregulierung sorgt für fallende Kurse

Frankfurt/Main (dpa). Belastet von der deutschen Finanzmarktregulierung ist der Dax unter die wichtige Marke von 6000 Punkten gefallen. Zuletzt gab der deutsche Leitindex 2,59 Prozent auf 5996 Punkte ab.

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Der MDax fiel um 2,91 Prozent auf 8077 Zähler und für den TecDax ging es um 2,50 Prozent auf 750 Punkte abwärts. Händler verwiesen einhellig auf das Verbot ungedeckter Leerverkäufe der Bafin, das am Dienstagabend beschlossen wurde und seit Mitternacht gültig ist. Es betrifft Staatsanleihen aus der Euro-Zone sowie Aktien von zehn Unternehmen der deutschen Finanzbranche. Sorgen bereiten zudem die Pläne zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer, hieß es.

Hans-Jürgen Haack von den Bernecker Börsenbriefen kommentierte: «Nun treiben die Politiker den Teufel mit dem Beelzebub aus. Die Finanzmarktregulierungen werden den Euro insgesamt eher weiter schwächen, weil das Geld abfließen wird. Und das Short-Verbot für einige Aktien wird einen Kursrückgang auch nicht verhindern können.»

Die Regulierungsmaßnahme der Bafin rückte Finanztitel in den Fokus. Während Aktien der Deutschen Börse, Deutsche Bank und Allianz zu den größten Verlierern gehörten und zwischen zwei und mehr als drei Prozent nachgaben, notierten die Papiere der Commerzbank und Postbank gegen den Trend moderat im Plus. Die vom Staat gestützte Commerzbank sieht sich nach einem guten Jahresstart auf dem besten Weg zur Trendwende, hieß es von der Hauptversammlung.

Dividendenabschlag und negative Analystenkommentare sorgten bei BMW-Aktien für Kursverluste von 4,92 Prozent oder 1,950 Euro auf 37,700. Die Aktien büßten damit deutlich mehr als den Dividendenabschlag von 0,30 Euro ein. Für den Autozulieferer Continental ging es im MDax mit minus 5,91 Prozent auf 39,930 Euro ebenfalls deutlich abwärts.