Archivierter Artikel vom 20.05.2010, 16:56 Uhr

Ausstellerrekord bei der Fachmesse ILA 2010

Berlin (dpa). An der größten deutschen Luftfahrtmesse ILA beteiligen sich in diesem Jahr so viele Aussteller wie noch nie. Die Messe auf dem Berliner Flughafen Schönefeld sei mit 1150 Ausstellern «ausverkauft».

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Riesenairbus A380 der Lufthansa
Die Lufthansa will ihren kürzlich erworbenen Riesenairbus auf die ILA bringen.

Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Dietmar Schrick, am Donnerstag. 250 Fluggeräte, darunter Reiseflugzeuge, Militärjets, Motorsegler und Nostalgieflieger, könnten besichtigt werden. Neben dem größten Passagierflugzeug, dem Airbus A 380, soll der Militärtransporter A 400 M in einer Weltpremiere zum Schauflug ansetzen.

Die Flugzeuge heben allerdings nur unter der Voraussetzung ab, dass die Luft rein ist: Bei einer Sperrung des Flughafens im Falle einer neuen Aschewolke des Gletschervulkans in Island dürften auch die Maschinen der Messe vom 8. bis 13. Juni nicht abheben, bestätigte der Projektdirektor der ILA 2010, Stefan Grave. Man arbeite derzeit an einem Notfallplan für dieses Szenario.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach Angaben des Veranstalters die Schau eröffnen. Zuvor will der Luftfahrtsverband am 31. Mai über den zukünftigen Standort der Messe ab 2012 entscheiden. Seit 1992 fand die Fachmesse alle zwei Jahre auf dem Gelände des Flughafens Schönefeld statt. Dort wird mit der Eröffnung des Hauptstadtflughafens 2011 aber kein Platz mehr sein. Mögliche Bewerber sind die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg sowie der Flughafen Leipzig/Halle.

Die ersten drei Tage der ILA sind Fachbesuchern vorbehalten, danach ist die Messe auch für privat Interessierte geöffnet. Die Veranstalter rechnen mit mindestens 200 000 Besuchern. «Wenn wir in diesen Zeiten der Krise die letzten Besucherzahlen halten könnten, wäre das schon ein Erfolg», sagte Grave. 2008 kamen 241 000 Besucher auf die Fachmesse.

Als Highlight für 2010 gilt der Militärtransporter Airbus A 400 M, der weltweit zum ersten Mal vorgestellt wird – allerdings nur den Fachbesuchern. «Es war leider nicht möglich, den A 400 M für eine ganze Woche aus dem Testverfahren zu borgen», erklärte BDLI-Geschäftsführer Schrick.

Dafür wird das größte Passagierflugzeug der Welt, der A380, an allen sechs Messetagen präsent sein. Die Lufthansa wolle ihren kürzlich erworbenen Riesenairbus auf die ILA bringen, wenn die Maschine von ihrem Jungfernflug nach Südafrika zurückkehrt, sagte Schrick. Auch die Fluggesellschaft Emirates und Airbus selbst hätten je eine Maschine zugesagt.

Zu den größten Ausstellern gehören in diesem Jahr die USA, Japan, Polen und das ILA-Partnerland 2010, die Schweiz. Im Vergleich zu 2008 wird die Messe laut Stefan Grave mit 48 Nationen internationaler. Das Militär stelle etwa 35 Prozent der präsentierten Fluggeräte, sagte der Verbandsgeschäftsführer Schrick. Er wies damit Äußerungen zurück, dass mehr als die Hälfte der Schau von kriegerischem Gefährt geprägt sei.