Archivierter Artikel vom 11.03.2016, 18:46 Uhr

Zahlen, Fakten und Restlaufzeiten

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 nahm die Bundesregierung ihre erst ein Jahr zuvor vereinbarte Laufzeitverlängerung für die Kernkraftwerke zurück und beschloss einen schrittweisen Atomausstieg. Statt frühestens 2036 soll nun der letzte Meiler bis 2022 vom Netz gehen. Der Rückbau wird Jahre dauern und Milliarden kosten.

Die Restlaufzeiten der noch in Betrieb befindlichen Reaktoren:

Baden-Württemberg: Neckarwestheim II (EnBW): 1989-2022; Philippsburg II (EnBW): 1984-2019

Bayern: Isar II (EON): 1988-2022; Gundremmingen B (RWE, EON): 1984-2017; Gundremmingen C (RWE, EON): 1984-2021

Niedersachsen: Grohnde (EON): 1984-2021; Emsland (RWE, EON): 1988-2022

Schleswig-Holstein: Brokdorf (EON, Vattenfall): 1986-2021

  • 1 Million Häuser wurden zerstört oder beschädigt.
  • 9,0 erreichte das Beben auf der Richterskala. Damit war es das bisher schwerste in der Geschichte Japans.
  • 30 Meter hoch war der Tsunami, der mehr als 260 Küstenstädte verwüstete.
  • 40 Jahre kann es nach Angaben des Fukushima-Betreibers Tepco dauern, bis das Kraftwerk endgültig gesichert ist.
  • 200 Milliarden US-Dollar betrugen schätzungsweise die originären Schäden.
  • 7000 Arbeiter von Vertragsunternehmen und 1200 Angestellte des Betreibers Tepco sind täglich in der Atomruine von Fukushima im Einsatz.
  • 19 000 Menschen kamen durch die Flutwelle ums Leben oder werden bis heute vermisst.
  • 100 000 Menschen mussten wegen der Strahlenbelastung in der Region ihre Häuser verlassen.
  • 750 000 Tonnen radioaktiv belastetes Wasser sind in Tanks auf dem Gelände zwischengelagert.