Archivierter Artikel vom 06.03.2012, 08:44 Uhr

Wie lief der Stresstest ab?

Die Europäische Union hatte nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima einen EU-weiten Stresstest für Kernkraftwerke beschlossen.

  • 1 Die Europäische Union hatte nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima einen EU-weiten Stresstest für Kernkraftwerke beschlossen. Unabhängig davon forderte der französische Premier François Fillon die Atomaufsichtsbehörde des Landes (ASN) dazu auf, die AKW zu überprüfen.
  • 2 Ziel der EU-Kommission war zu verhindern, dass ein ähnlich schwerer Unfall auch in Europa passieren kann. Als eine der wichtigsten Lehren aus Fukushima galt dabei die Erkenntnis, dass mehrere gleichzeitig eintretende Naturkatastrophen die Stromversorgung eines AKW-Standorts vollständig unterbrechen können – mit schrecklichen Folgen.
  • 3 Die Stresstests sollten klären, wie widerstandsfähig die Meiler gegen sehr schwere Erdbeben, Überschwemmungen und andere Extremereignisse sind. Dabei ging es auch um technische Reaktionsmöglichkeiten – und darum, was die Betriebsmannschaften überhaupt zu leisten imstande sind.
  • 4 Auf EU-Ebene wurden die Kriterien für die Stresstests festgelegt. Vor Ort überprüften aber die nationalen Aufsichtsbehörden. Untersucht wurde ergänzend zu den bestehenden Sicherheitsstandards. Es waren deshalb keine Prüfungen vorgesehen, die bereits Bestandteil der Aufsichts- und Genehmigungsverfahren waren.