Archivierter Artikel vom 01.01.2016, 19:20 Uhr

Verbraucher: Briefe und Einschreiben kosten jetzt mehr

Höhere Förderkredite, mehr Mietzuschüsse: Verbraucher müssen sich auf neue Regeln und Gesetze für 2016 einstellen. Längst nicht alle davon belasten die Geldbörse. Ein Überblick.

Fernsehen: Wer per Antenne fernsieht, kann sich im neuen Jahr über den verbesserten Standard DVB-T2 freuen, der ab 2016 schrittweise kommt. Die Zuschauer können dadurch mit besseren Fernsehbildern und mehr Programmen rechnen.

Elektroschrott: Verbraucher sind dazu verpflichtet, ausrangierte Elektro- und Elektronikgeräte separat vom Hausmüll zu entsorgen. Bislang ist es üblich, solche Geräte bei den kommunalen Sammelstellen abzugeben. Ab 24. Juli 2016 müssen auch große Geschäfte ausgediente Elektrogeräte kostenlos zurücknehmen.

KfW-Förderkredite: Ab 1. April können Bauherren für energieeffiziente Neubauten doppelt so hohe Förderkredite bei der KfW aufnehmen wie bisher: Statt bei 50 000 Euro liegt die Obergrenze dann bei 100 000 Euro pro Wohneinheit. Gewährt werden diese Förderungen aber nur noch für Neubauten, die mindestens dem Standard KfW-Effizienzhaus-55 entsprechen. Das bedeutet, dass der Energiebedarf des geplanten Neubaus bei höchstens 55 Prozent der bis Ende 2015 zulässigen Höchstwerte liegen darf.

Wohngeldrecht: Haushalte mit geringem Einkommen erhalten seit 1. Januar mehr Mietzuschuss. Während an einen Zweipersonenhaushalt mit Wohngeldanspruch im Jahr 2012 noch durchschnittlich 112 Euro pro Monat gezahlt wurden, steigt dieser Betrag jetzt auf durchschnittlich 186 Euro. Auch die Zahl derjenigen, die Anspruch auf einen Mietzuschuss haben, steigt.

Briefkosten: Seit 1. Januar müssen sich Verbraucher erneut an höhere Briefpreise und neue Briefmarken gewöhnen. Es steigen unter anderem das Briefporto für den Standardbrief (bis 20 Gramm) von 62 Cent auf 70 Cent und den Maxibrief (bis 1000 Gramm) von 2,40 auf 2,60 Euro. Ein Einschreiben innerhalb Deutschlands und ins Ausland wird künftig 2,50 Euro kosten statt bisher 2,15 Euro.