Archivierter Artikel vom 05.06.2010, 00:43 Uhr

Tipps & Tricks zur Hundehaltung

Was kostet die Haltung, wann gibt's Leckerlis? Wir beantworten einige Fragen rund um „des Menschen besten Freundes”.

Lesezeit: 2 Minuten

Ein Hund ist nicht billig
Kosten kalkulieren: Angehende Hundehalter sollten die laufenden Kosten für den Vierbeiner nicht unterschätzen. Schon ein gerade mal fünf Kilogramm schwerer Hund verschlingt pro Monat Futter im Wert von etwa 25 Euro, berichtet die Zeitschrift „Ein Herz für Tiere“. Für einen 20-Kilo-Vierbeiner sollten etwa 50, für ein 40 Kilogramm schweres Tier etwa 70 Euro kalkuliert werden. Auf rund 70 Euro pro Jahr belaufen sich den Experten zufolge die Tierarztkosten. Auf jeden Fall vorher informieren sollten sich Halter über den Hundesteuersatz in ihrer Gemeinde. Den Angaben zufolge können sie mit 5 Euro im Jahr wegkommen, er kann aber auch bei mehr als 250 Euro liegen.

Leckerli? Ja, aber ...
Zwischendurch: Leckerli für Hunde sind kein Problem, wenn der Halter auf zwei Dinge achtet: Erstens muss er die Menge an Kalorien, die die Happen haben, von der täglichen Futtermenge abziehen, rät der Bundesverband Praktizierender Tierärzte. Zweitens dürfen die Leckerli nicht mehr als fünf bis zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs des Hundes decken. Hält sich der Halter nicht an Ersteres, wird der Hund schnell zu dick. Und wenn er bei Letzterem schludert, ernährt er seinen Vierbeiner nicht ausgewogen.

Sicheres Spielzeug
Latex oder Vollgummi: Spielzeug für ihren Vierbeiner sollten Halter danach auswählen, dass das Tier es möglichst nicht verschlucken kann. Das ist etwa bei Produkten aus Latex oder auch bei ausreichend großen Bällen aus Vollgummi der Fall. Darauf macht die Organisation Vier Pfoten aufmerksam. Weniger geeignet ist dagegen Spielzeug aus Styropor oder Schaumstoff. Auch Draht- oder Metallteile sind ein Risiko. Die Gefahr, dass ein Hund oder eine Katze im Eifer des Spiels etwas verschlucken, ist hoch. Passiert das, drohen innere Verletzungen oder Vergiftungen.

Sauerkraut für den Magen
Verdauungsprobleme: Hat der Hund etwas Unverdauliches gefressen, kann Sauerkraut helfen. Ob Spielzeug oder Gummiball: Das Kraut schiebt den Gegenstand im Darm des Vierbeiners weiter und verhindert mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass es zum Darmverschluss kommt. Darauf weist die Bundestierärztekammer hin. Je nach Größe des Hundes sollte es eine viertel bis eine halbe Dose Kraut sein. Verschmäht der Hund dieses, hilft meist etwas Leberwurst oder Bratensoße als Zugabe. Sicherheitshalber empfiehlt sich aber trotzdem ein Besuch beim Tierarzt.

Streit um Hundekot
Mietrecht: Ein Mieter muss darauf achten, dass sein Hund nicht ständig in den Gemeinschaftsgarten macht. Nach wiederholter Abmahnung darf ihm der Vermieter sonst fristlos kündigen. Das geht aus einer Entscheidung des Amtsgerichts Steinfurt hervor, auf die die Stiftung Warentest hinweist. Ein Mieter hatte seinen Hund immer wieder in den von Hausbewohnern gemeinschaftlich genutzten Garten gelassen. Der ständige Hundekot störte die Mitmieter – und den Hausfrieden, befanden die Richter (Aktenzeichen: 4 C 171/08).