Archivierter Artikel vom 24.11.2017, 12:52 Uhr

Nach Mugabes Rücktritt

Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa vereidigt

Bis zu den für 2018 geplanten Wahlen soll Mnangagwa das Land mindestens führen. Heute wurde der Nachfolger von Simbabwes Langzeitpräsident Mugabe öffentlich vereidigt.

Vereidigung
Emmerson Mnangagwa wird in Harare als neuer Präsident vereidigt.
Foto: Ben Curtis – dpa

Harare (dpa). Drei Tage nach dem Rücktritt von Simbabwes Langzeitpräsidenten Robert Mugabe hat dessen Nachfolger Emmerson Mnangagwa die Amtsgeschäfte übernommen. Der frühere Vizepräsident legte am Freitag vor Tausenden jubelnden Anhängern in einem Sportstadion in der Hauptstadt Harare seinen Amtseid ab.

Zuschauer
Zuschauer jubeln in Harare bei der Vereidigungszeremonie von Simbabwes neuem Präsident Mnangagwa.
Foto: Tsvangirayi Mukwazhi – dpa

Der 75-Jährige gehört seit Jahrzehnten zur politischen Elite des Landes im südlichen Afrika. Er war lange Mugabes rechte Hand. Er hat den Simbabwern versprochen, sich für Wirtschaftswachstum und demokratische Reformen einzusetzen. Mnangagwa soll das Land bis zu den für nächstes Jahr geplanten Wahlen führen.

Unterstützerinnen
Drei Frauen demonstrieren in Harare für Simbabwes neuen Präsidenten Mnangagwa.
Foto: Tsvangirayi Mukwazhi – dpa

Der 93-jährige Mugabe war am Dienstag unter erheblichem Druck nach 37 Jahren Herrschaft zurückgetreten. Damit kam er einer Amtsenthebung durch das Parlament zuvor. Vergangene Woche hatte das eng mit Mnangagwa verbundene Militär die Macht in dem Land im südlichen Afrika übernommen.