Archivierter Artikel vom 25.02.2011, 07:50 Uhr
Rheinland-Pfalz

RZ-Serie „Schlagabtausch“ (3): Sind Großprojekte Fluch oder Segen fürs Land?

Hochmoselübergang, Mittelrheinbrücke oder der Ausbau von Regionalflughäfen sind heftig diskutierte Streitthemen im Landtagswahlkampf – besonders zwischen Grünen und Liberalen. Grund genug für ein Duell der Argumente zwischen den Spitzenkandidaten Eveline Lemke (Grünen) und Herbert Mertin (FDP).

Die von Anliegern vehement geforderte Mittelrheinbrücke, Regionalflughäfen wie der Hahn oder der geplante Hochmoselübergang sorgen für Zündstoff. In diesen Punkten gibt es kaum Schnittmengen der Grünen mit anderen Parteien, schon gar nicht mit der FDP. Fotos: dpa
Die von Anliegern vehement geforderte Mittelrheinbrücke, Regionalflughäfen wie der Hahn oder der geplante Hochmoselübergang sorgen für Zündstoff. In diesen Punkten gibt es kaum Schnittmengen der Grünen mit anderen Parteien, schon gar nicht mit der FDP. Fotos: dpa
Foto: dpa

Rheinland-Pfalz – Hochmoselübergang, Mittelrheinbrücke oder der Ausbau von Regionalflughäfen sind heftig diskutierte Streitthemen im Landtagswahlkampf – besonders zwischen Grünen und Liberalen.

Grund genug für ein Duell der Argumente zwischen den Spitzenkandidaten Eveline Lemke (Grünen) und Herbert Mertin (FDP).

Herbert Mertin (FDP) will mit Mobilität Wachstum und Arbeit sichern: „Wenn es darum geht, Mobilität als Grundlage für Wachstum und Beschäftigung zu sichern, sind Großprojekte ein Segen. Ich sage in aller Klarheit, was für die Zukunftsfähigkeit des Landes nötig ist, und flüchte mich nicht in Beliebigkeit. Die FDP wird nicht zulassen, dass die Lebensadern des ländlichen Raums verstopft werden“, sagt der FDP-Landespolitiker.

Eveline Lemke (Grüne) bekämpft neue Verkehrswege aus Beton: „Es lohnt ein Blick auf die Logik des Scheiterns von Großprojekten. Projekte scheitern, wenn sie für eine verfehlte Verkehrspolitik stehen. Rheinland-Pfalz hat die höchste Straßendichte aller Bundesländer im Vergleich. Und dennoch werden weiterhin Ost-West-Achsen geplant und unvermindert die verfehlte Verkehrspolitik der 1970er- Jahre fortgesetzt. Der Hochmoselübergang hat für uns Grüne hier große Symbolkraft.“