Archivierter Artikel vom 26.02.2011, 08:26 Uhr

Richter-Firmen: Verwirrendes Geflecht

Vertragskonstrukte: Der Düsseldorfer Unternehmer entwickelte nützliche Modelle – für sich selbst.

Vertragskonstrukte: Der Düsseldorfer Unternehmer Kai Richter legte am Nürburgring ein ganzes Netz von Firmen aus, indem sich möglichst hohe Gewinne verfangen sollten. Hier ein grober Überblick:

Mediinvest GmbH: Mutter aller Richter-Firmen. Sitz in Düsseldorf. Dieses Unternehmen wurde 2004 als MediterranInvest GmbH gegründet, als Richter noch Ferienimmobilien in Spanien vermarktete. 2007 wurde die Firma in Mediinvest GmbH umbenannt – und unter diesem Namen auch am Nürburgring tätig.

MI-Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH (MI): Diese Firma geht aus der MI-Websolutions GmbH hervor. Die MI gehört Kai Richter laut Rechnungshofbericht zu 80 Prozent.

Cash Settlement & Ticketing GmbH (CST): das Unternehmen, das das bargeldlose Bezahlsystem am Ring betreibt. Besitzer sind zu 50 Prozent die nahezu landeseigene Nürburgring GmbH und zu 50 Prozent die Düsseldorfer MI.

Jung Produktion GmbH: Werbefirma aus Düsseldorf (zu 50 Prozent im Besitz von Mediinvest). War an der Rennstrecke mehrfach tätig.

Richter und Jung GbR: Weitere Firma, die am Nürburgring verdiente. Einer der beiden Geschäftsführer war Kai Richter.

db