Archivierter Artikel vom 14.11.2012, 14:48 Uhr
Rheinland-Pfalz

Nürburgring-Sanierer: Arbeitsplätze und Veranstaltungen sind sicher

Die Nürburgring-Sanierer sind sich sicher, dass an dem traditionsreichen Eifelkurs auf keinen Fall die Lichter ausgehen werden. „Wir sind bereit, alle Mitarbeiter sofort zu übernehmen – und zwar zu gleichen Konditionen“, erklärte Sprecher Pietro Nuvoloni gegenüber unserer Zeitung.

Rheinland-Pfalz – Die Nürburgring-Sanierer sind sich sicher, dass an dem traditionsreichen Eifelkurs auf keinen Fall die Lichter ausgehen werden. „Wir sind bereit, alle Mitarbeiter sofort zu übernehmen – und zwar zu gleichen Konditionen“, erklärte Sprecher Pietro Nuvoloni gegenüber unserer Zeitung. „Das gilt auch für die bestehenden Verträge mit den Veranstaltern“, so Nuvoloni weiter. Die privaten Pächter hatten zuvor erklärt, dass die monatelangen Verhandlungen um einen Neustart am Ring geplatzt sind und die private Nürburgring Automotive GmbH (NAG) möglicherweise am 1. Dezember in die Insolvenz gehen muss.

Sollte dieser Fall eintreten, sehen sich die Sanierer gerüstet, um den Betrieb am Nürburgring aufrechtzuerhalten. „Den Vertrag zu dem Musikfestival Rock am Ring haben wir selbst geschlossen“, erklärte Nuvoloni weiter. „Da gibt es keine Probleme.“ Und der Draht zum ADAC sei so gut, dass man dessen Veranstaltungen wie das 24-Stunden-Rennen oder den Truck-Grand-Prix nicht in Gefahr sehe. Die Verhandlungen für die Formel 1 wollen Sanierungsgeschäftsführer Thomas Schmidt und Ring-Sachwalter Jens Lieser gegebenenfalls selbst übernehmen.Ziel bleibt: Der Grand Prix soll 2013 wieder in der Eifel gastieren. Die Sanierer werfen den privaten Pächtern eine „verantwortungslose Interessenspolitik“ vor. „Hier werden Mitarbeiter, Veranstalter und die Region in Geiselhaft genommen“, kritisierte Nuvoloni. „Das ist eine Geschäftspolitik der verbrannten Erde.“

Inzwischen hat der Anwalt der Pächter einen Brief an die Ring-Sanierer geschrieben. Darin soll nach ersten Informationen vor einem Aus für die Rennstrecke gewarnt werden. Anders als Sachwalter Jens Lieser und Sanierungsgeschäftsführer Thomas Schmidt sieht die NAG die Arbeitsplätze am Eifelkurs sowie den Fortbestand der Formel 1 als gefährdet an. Weitere Verhandlungen werden nicht kategorisch ausgeschlossen, aber an ein deutliches Entgegenkommen vonseiten der Sanierer geknüpft. Deren Sprecher hat mehrfach erklärt, dass die „Tür für neue Gespräche nicht geschlossen ist“.

Von unserem Redakteur Dietmar Brück