Archivierter Artikel vom 19.04.2020, 11:52 Uhr

Fallzahlen

Mehr als 142.300 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind mindestens 4415 Infizierte bislang bundesweit gestorben, mehr als 85.000 Menschen haben die Infektion überstanden. Laut Robert-Koch-Institut ist die Ansteckungsrate leicht gestiegen – die Reproduktionszahl erhöhte sich von 0,7 auf 0,8. Was heißt das konkret?

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Coronavirus
Eine Rettungssanitäterin entnimmt in einem Zelt in Berlin einem Patientin Blut – für den möglichen Nachweis von Antikörpern gegen das Coronavirus.
Foto: Kay Nietfeld/dpa

Berlin (dpa). In Deutschland sind bis Sonntagabend mehr als 142.300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 140 400 Infektionen).

Mindestens 4415 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 4288). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre jeweiligen Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 88.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 37.700 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1271 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 29.500 Fällen und mindestens 882 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 28.000 bestätigten Fällen und mindestens 965 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 289,0 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 171,2. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Ansteckungsrate am Samstag leicht höher als am Freitag. Ein neuerer Wert lag bis Sonntagabend zunächst nicht vor. Die Reproduktionszahl stieg von 0,7 auf 0,8. Allerdings wurde für Samstag eine statistische Schwankungsbreite von 0,7 bis 1 angegeben. Das heißt in jedem Fall, ein Mensch steckt im Schnitt einen oder weniger als einen anderen an. Bei einer Reproduktionszahl von 0,8 geben zehn Infizierte das Virus an acht andere Menschen weiter – was bedeutet, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurückgeht: Bei einem Wert unter 1 flaut eine Epidemie nach und nach ab.

Tabelle: Infektionszahlen nach Bundesländern

Zahlen des RKI