Archivierter Artikel vom 11.05.2011, 11:02 Uhr

Hintergrund: Das Swat-Tal

Ursprünglich war das Swat-Tal im Nordwesten Pakistans das Zentrum der buddhistisch und griechisch geprägten Gandhara-Kultur. Im 10. Jahrhundert wurde es überwiegend muslimisch und paschtunisch besiedelt.

  • Kulturelle Wurzeln
  • Ursprünglich war das Swat-Tal im Nordwesten Pakistans das Zentrum der buddhistisch und griechisch geprägten Gandhara-Kultur. Im 10. Jahrhundert wurde es überwiegend muslimisch und paschtunisch besiedelt.
  • Koloniale Vergangenheit
  • Bis 1969 war Swat ein Fürstenstaat – ein Relikt aus britischer Kolonialzeit, während derer Fürstenstaaten per Vertrag Autonomie unter britischer Hoheit gewährt wurde – und ging dann im pakistanischen Staat auf. Damals hielt die pakistanische Polizei-, nicht aber die Militärgewalt Einzug im Tal.
  • Kampf gegen die Taliban
  • Das Jahr 2009 markiert einen Einschnitt. Alle Versuche der politischen Einbindung der Taliban, die das Tal ab 2007 kontrollierten, scheiterten zuvor. Nach dem Verlust staatlicher Kontrolle über die Region führte die Armee ab April 2009 eine Reihe von massiven Militäroperationen gegen die militanten Extremisten.
  • Katastrophale Flut
  • Im Juli und August 2010 lösten starke Regenfälle eine gewaltige Flut aus. Rund 18 Millionen Menschen wurden obdachlos. Zur Zerstörung durch den Krieg kamen weitere immense Schäden.