Diskussion um artgerechte Haltung: Den Ebern steht ihre Libido im Weg

Wenn es um die Frage nach einer artgerechteren Haltung von Schweinen geht, geraten vor allem die Eber in den Blick: Das Kastrieren männlicher Schweine belegt auf der Skala der öffentlichen Empörung einen Spitzenplatz. Was vor allem daran liegt, dass der chirurgische Vorgang derzeit noch häufig ohne Betäubung des Tieres passiert. Das zieht die Aufmerksamkeit der tierschutzbedachten Kundschaft an – und lenkt zugleich ab von abgefeilten Zähnen, abgeknipsten Schwänzen und eingepferchten Muttersauen. Diese gängigen Methoden sind für deutsche Landwirte verboten. Offiziell. Denn in der Praxis gibt es nach wie vor noch Ausnahmeregelungen, auch bei der Kastration. Nach einem gangbaren Weg, der das Leid der Tiere mindert und den Bauern nicht in seiner Existenz bedroht, wird nach wie vor gesucht. Wer sich mit dem Problem näher befasst, merkt: Simple Lösungen gibt es nicht.

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