Archivierter Artikel vom 05.06.2010, 00:46 Uhr

Die „Achillesfersen“ der Vierbeiner

Viele Hunderassen haben ihre speziellen körperlichen Schwächen: Schäferhunde sind relativ oft von Hüftleiden betroffen, Möpse neigen zur Atemnot. Darüber hinaus gibt es aber auch eine Reihe rasseübergreifender „Achillesfersen“: Risiken, die alle Hunde betreffen

Lesezeit: 2 Minuten
Bewegung ist gesund – für den Hund wie für seinen Halter.
Bewegung ist gesund – für den Hund wie für seinen Halter.

Viele Hunderassen haben ihre speziellen körperlichen Schwächen: Schäferhunde sind relativ oft von Hüftleiden betroffen, Möpse neigen zur Atemnot. Darüber hinaus gibt es aber auch eine Reihe rasseübergreifender „Achillesfersen“: Risiken, die alle Hunde betreffen. Wichtige Beispiele:

Überanstrengung: Viele Hunde haben zwar eine gute Kondition und laufen spielend Kilometer um Kilometer. Gefährlich kann es allerdings werden, wenn innerhalb kürzester Zeit Höchstleistungen von dem Tier verlangt werden. Besonders junge Hunde können überfordert werden, weil sie es ihrem Besitzer recht machen und mit ihm mithalten wollen. Der Hund läuft sich lieber die Füße wund, als rechtzeitig aufzugeben.

Schokolade: Ihr sind die meisten Hunde alles andere als abgeneigt. Wenn sich der Hund mal ein Stück klaut, passiert ihm auch noch nichts. Problematisch wird es aber bei etwas größeren Mengen und Schokolade mit hohem Kakaoanteil. Das liegt am Inhaltsstoff Theobromin: In großen Mengen gefressen, ist er für Hunde giftig – oder sogar tödlich.

Überfressen: Wenn man sie lässt, fressen viele Hunde nicht nur Dinge, die ihnen schaden, sondern schlicht zu viel. Dabei kann bereits leichtes Übergewicht schädlich sein und die Lebenszeit verkürzen.

Magendrehung: Die Magendrehung ist lebensgefährlich – und hängt ebenfalls mit dem Fressen zusammen. Sie kann auftreten, wenn Hunde zu hastig und zu viel fressen und danach herumtoben. Dann kann sich der Magen aufgasen und umdrehen, wodurch Mageneingang und Magenausgang verschlossen werden. Der Hund muss sofort behandelt werden.

Der Halter: Hunde haben selbst dann, wenn es unklug oder gefährlich ist, ein bedingungsloses Vertrauen in ihre Halter – was ihnen zum Verhängnis werden kann. Das gilt etwa beim Radeln oder Joggen, wenn der Vierbeiner treu neben seinem Herrchen herläuft, obwohl er eigentlich gar nicht mehr kann. Damit nichts passiert, sollte der Halter, einen wachen Blick auf den Hund haben.

Sascha Rettig