Archivierter Artikel vom 21.12.2011, 07:00 Uhr

Christian Kunst zur Sozialreform Rente mit 67

Die Rente mit 67 ist richtig. Sie ist eine logische Folge aus einem stetig steigenden Lebensalter der Deutschen und der Tatsache, dass angesichts der demografischen Entwicklung immer mehr Beitragszahler für einen Rentner zahlen müssen.

Die Rente mit 67 ist richtig. Sie ist eine logische Folge aus einem stetig steigenden Lebensalter der Deutschen und der Tatsache, dass angesichts der demografischen Entwicklung immer mehr Beitragszahler für einen Rentner zahlen müssen.

Wer das Niveau der Renten und der Beitragssätze einigermaßen im Griff behalten will, der muss das Renteneinstiegsalter erhöhen. Deshalb mache ich mir als junger Mensch auch klar, dass ich vermutlich erst mit 70 Jahren oder später in Rente gehen darf. Doch allein mit solchen technischen Sozialreformen hat die Politik nur einen Bruchteil ihrer Aufgaben erledigt. Jetzt muss es darum gehen, dass deutlich mehr Menschen auch bis zur Rente arbeiten können. Noch immer sind mehr als 60 Prozent der Deutschen vor dem Ruhestand arbeitslos. Deshalb müssen die Betriebe mit einer anderen Einstellungspraxis und einem vorbeugenden, möglicherweise sogar gesetzlich verpflichtenden Gesundheitsmanagement dazu beitragen, dass die Rente mit 67 auch möglich ist. Davon sind wir derzeit noch weit entfernt und nähern uns einer faktischen Rentenkürzung.

E-Mail an: christian.kunst@rhein-zeitung.net