München

Staatsregierung will «Mein Kampf» im Giftschrank lassen

Die bayerische Staatsregierung will eine Veröffentlichung von Adolf Hitlers Hetzschrift «Mein Kampf» trotz des Auslaufens der Urheberrechte im Jahr 2015 verhindern.

Anfang 2012: In letzter Sekunde kündigt der Verlag an, dass die Passagen aus dem Hitlerbuch in den "Zeitungszeugen" unleserlich gemacht werden und lediglich die Kommentierungen lesbar sein werden.
Anfang 2012: In letzter Sekunde kündigt der Verlag an, dass die Passagen aus dem Hitlerbuch in den „Zeitungszeugen“ unleserlich gemacht werden und lediglich die Kommentierungen lesbar sein werden.
Foto: dpa

München (dpa) – Die bayerische Staatsregierung will eine Veröffentlichung von Adolf Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ trotz des Auslaufens der Urheberrechte im Jahr 2015 verhindern.

Das Buch sei volksverhetzend, sagte Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) am Dienstag in München. Wenn Verlage das Buch veröffentlichen wollten, werde die Staatsregierung Strafanzeige stellen. Inhaber der Urheberrechte ist seit der Nachkriegszeit der Freistaat, der seitdem eine Neuveröffentlichung verhindert. Die Rechte laufen jedoch 2015 aus, so dass dann jeder Verlag das antisemitische Propagandawerk veröffentlichen könnte.