Wiesbaden

„Der eingebildete Kranke“: Molière trifft Beckett und Nietzsche

Auf dieser Bühne könnten Vladimir und Estragon stehen, um auf Godot zu warten. Doch im kleinen Haus des Staatstheaters Wiesbaden wird nicht Beckett, sondern Molière gegeben. Und nicht das noch recht leicht in existenzielle Abgründe zu rückende Stück „Der Menschenfeind“, sondern „Der eingebildete Kranke“. Eine Komödie, in der es üblicherweise derb und klamaukig zugeht, die auch hierzulande gern als deftiges Volkstheater in Szene gesetzt wird, wenngleich diese Inszenierungen so die Ambivalenz und die Tiefe des Stücks, das Molières letztes war, übersehen.

Wolfgang M. Schmitt Lesezeit: 3 Minuten
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