Archivierter Artikel vom 30.06.2020, 12:26 Uhr

Debatte

Ethan Wayne: „John Wayne war kein Rassist“

In der Rassismus-Debatte könnte es nun auch dem John-Wayne-Flughafen in Orange County an den Kragen gehen. Der Sohn der Western-Legende bezieht nun Stellung.

John-Wayne-Flughafen
Der John-Wayne-Flughafen in Santa Ana soll umbenannt werden.
Foto: Jae C. Hong/AP/dpa

Los Angeles (dpa). Nach der Forderung der US-Demokraten im Zuge der Rassismus-Debatte, den nach der Western-Legende benannten John-Wayne-Flughafen in Orange County umzubenennen, hat sich dessen Sohn Ethan Wayne eingeschaltet.

John Wayne
John Wayne während der Dreharbeiten zu dem Film «Der letzte Befehl» (Originaltitel: «The Horse Soldiers»).
Foto: -/AP/dpa

„John Wayne war kein Rassist“, sagte der 58-Jährige. Es wäre „ungerecht“, seinen Vater auf der Grundlage eines einzigen Interviews zu beurteilen, schrieb Ethan Wayne in einem Statement, wie das US-Promiportal „TMZ“ berichtete.

„Diejenigen, die ihn kannten, wussten, dass er jeden als Individuum beurteilte und glaubte, jeder verdiene die gleiche Chance.“ Sein Vater habe in keiner Weise „die 'weiße Vorherrschaft'“ unterstützt und geglaubt, „dass verantwortungsbewusste Menschen ohne Gewaltanwendung an die Macht kommen sollten“, schrieb Ethan Wayne weiter.

Anstoß für die Namensdebatte war eine Interviewäußerung von John Wayne. Der 1979 verstorbene Hollywoodstar hatte gesagt, dass er an die Überlegenheit der Weißen („white supremacy“) glaube und Schwarze noch der Erziehung bedürften.

© dpa-infocom, dpa:200630-99-617530/4

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