Archivierter Artikel vom 25.04.2020, 13:12 Uhr

Blinde Anwältin

Pamela Pabst hat auch in Corona-Krise viel zu tun

Die Geschichte der blinden Anwältin Pamela Pabst bildet den Stoff für die ARD-Serie „Die Heiland – Wir sind Anwalt“. In der Corona-Krise muss sie genauso mit Einschränkungen leben wie andere. Beruflich gibt es aber immer noch viel zu tun.

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Pamela Pabst
Die Rechtsanwältin Pamela Pabst ist die erste von Geburt an blinde Strafverteidigerin Deutschlands.
Foto: picture alliance / dpa

Berlin (dpa). Die blinde Anwältin Pamela Pabst, deren Erinnerungen den Stoff für die ARD-Dienstagsserie „Die Heiland – Wir sind Anwalt“ lieferten, muss die Corona-Krise zurzeit getrennt von ihrem Partner durchstehen.

„Privat bin ich nur zuhause oder im Garten, treffe lediglich meine Eltern. Mein Partner sitzt in Mecklenburg-Vorpommern fest – ich habe ihm ein Lebensmittelpaket geschickt“, sagte Pabst der Nachrichtenagentur dpa. Sie ist die erste von Geburt an blinde Strafverteidigerin Deutschlands, die Serie fußt auf ihrer Biografie.

Beruflich habe sie zum Glück gut zu tun, obwohl derzeit fast alle Gerichtstermine ausfielen und viele Mandanten aus dem Gefängnis entlassen würden, schilderte die Berliner Juristin. „Wir haben daher ein hohes Arbeitsaufkommen, weil jeder Mandant die Chance nutzen möchte. Wir machen aber keine persönlichen Besprechungstermine, sondern alles telefonisch oder per Brief.“

Wie ihr TV-Pendant Romy Heiland mit einer solchen Krise umgehen würde, weiß sich Pamela Pabst natürlich auszumalen. „Romy und ich stimmen zu mindestens 80 Prozent überein. Ich denke, ihr würde es ebenso gehen wie mir, und sie würde ihrem Ex-Freund Ben sicherlich trotzdem ein Päckchen schicken“. Die zweite Staffel der ARD-Serie „Die Heiland – Wir sind Anwalt“ startet am Dienstag um 20.15 Uhr.

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