Archivierter Artikel vom 05.07.2010, 19:32 Uhr

Haute Couture aus Diors Garten

Paris (dpa). Bei Dior wurde die Haute Couture am Montag zur Gartenschau. Und das, obwohl es um Wintermode ging. Bei sommerlichen Temperaturen setzte Designer John Galliano den ersten Höhepunkt der viertägigen Pariser Präsentationen der «Hohen Schneiderkunst» für Herbst/Winter 2010/11.

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Designer John Galliano eröffnete die Dior-Schau mit märchenhafter Kulisse und zauberhaften Kleidern. Im Herbst/Winter 2011 soll Frau so herumlaufen.

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Mutig: Der Designer scheint auf den Klimawandel und einen ziemlich warmen Winter 2011 zu setzen. Wie sonst sollte frau im nächsten Jahr so leicht bekleidet vor die Türe gehen können?

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Die floralen Designs von Galliano – eine Hommage an die berühmte Tulpenlinie, die Christian Dior 1953 lanciert hatte.

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Die Röcke gleichen Blütenkelchen, weiß und fedrig wie bei Nelken oder kelchartig und spitz zulaufend wie bei Papageientulpen. Bei Herbststürmen, Schnee und Eis dennoch ziemlich unpraktisch.

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Die Folie auf den Köpfen der Models soll nach Angaben des Designers übrigens an eingepackte Blumensträuße erinnern, die Frisuren wie Kakteen aussehen. Ja, und bei den Handschuhen denkt man auch sofort an Gartenarbeit...

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Sehr schick: Schwarz-rot-gold!

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Hoffentlich bekommt das Model genug Luft unter dieser Folie. Sie guckt irgendwie nicht so.

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Auch Modeschöpferin Eva Minge scheint Rollkragenpullis für völlig überholt zu halten und setzt für die Saison Herbst/Winter 2011 stattdessen auf viel nackte Haut.

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Alltagstauglich ist das nicht so ganz...

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...und einen dicken Wintermantel oder eine Regenjacke kann man über diese Kreationen auch nicht ziehen.

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Designerin Adeline Andre verpackt die Models dagegen besser – aber auch nur um den Kopf herum. Immerhin ist das Tuch durchsichtig und die Schöne sieht nachher noch, wo sie hinstöckelt...

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...davon können die Mannequins, die AF Vandevorst gebucht hat, nur träumen. Ihnen wurde die gesamte Haarpracht vor die Augen frisiert.

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Nein, diese Dame dreht uns nicht den Rücken zu, sie läuft nach vorne.

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Zu zweit ist es so plötzlich ohne Augenlicht auf dem Laufsteg vielleicht einfacher.

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Die arme Dame bekommt wahrscheinlich nicht einmal mit, dass da was aus dem Kleid gefallen ist und sich niemand mehr für das Stöffchen interessiert...

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...Trotzdem hatten die Models mit den haarigen Gesichtern irgendwie Spaß.

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Hier haben die Haare wohl nicht zum Augen zubinden gereicht, da musste ein schwarzes Stofftuch her. Wie das zum Outfit mich Netzen und Lederbändern passt, weiß auch nur der belgische Modedesigner Martin Margiela selbst.

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Zumindest bei Modemacher Gustavolins wurden die Frauen in echte Herbst/Winter-Mode gesteckt.

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Und zwischen den vielen untragbaren Kreationen fanden sich dann doch auch einige ausgeh-taugliche Roben. Zum Beispiel bei der Schau von Christophe Josse.

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Modemacherinnen und Modemacher haben bei den Haute Couture-Schauen in Paris phantasievolle und für die Saison Herbst/Winter etwas luftige Designs auf die Laufstege geschickt.

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Modemacherinnen und Modemacher haben bei den Haute Couture-Schauen in Paris phantasievolle und für die Saison Herbst/Winter etwas luftige Designs auf die Laufstege geschickt.

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Das Defilee in einem Zelt im Park des Rodin-Museums war eine Hommage an die weltberühmte Tulpenlinie, die Christian Dior 1953 lanciert hatte.

Galliano interpretierte sie futuristisch und romantisch zugleich. Die Röcke glichen Blütenkelchen, weiß und fedrig wie bei Nelken, kelchartig und spitz zulaufend wie bei Papageientulpen, oder sich zu opulenten, wie Blütenblätter übereinander geschichteten Stofflagen weitend mit handgemalten Orchideenmotiven.

Damit es nicht gar zu adrett wirkte, brach Galliano das Ganze, indem er den Models Folie um die Köpfe wickelte wie bei eingepackten Blumensträußen, ihnen dicke Balken als Lidschatten verpasste und sie zudem mit Frisuren über den Laufsteg schickte, die an Kakteen erinnerten.

Passend zum Blumenmeer auf dem Laufsteg trug auch US-Schauspielerin Blake Lively im Publikum einen weißen blütenförmigen Federschmuck im Haar. Kollegin Jessica Alba kam dezenter mit schlichter Hochsteckfrisur und Kreolen.