Archivierter Artikel vom 07.07.2010, 08:24 Uhr
Los Angeles

90 Tage Haft für Lindsay Lohan

Die amerikanische Schauspielerin Lindsay Lohan muss für 90 Tage hinter Gitter. Die 24-Jährige wurde am Dienstag wegen Verstoßes gegen ihre Bewährungsauflagen von einer Richterin in Beverly Hills zu der Gefängnisstrafe verurteilt. Lohan brach im Gerichtssaal in Tränen aus.

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Lindsay Lohan
Lindsay Lohan in Tränen aufgelöst.

Richterin Marsha Revel ordnete an, dass der Filmstar am 20. Juli morgens um 0830 Ortszeit (1730 MESZ) seine Haftstrafe antreten muss. Anschließend muss sie nach richterlichem Beschluss in einer geschlossenen Suchtklinik drei Monate auf Entzug gehen.

Lindsay Lohan
Lindsay Lohan erscheint zum Gerichtstermin.

Revel befand, dass die Schauspielerin in den letzten Monaten nicht die vorgeschriebenen Kurse für Süchtige besucht hatte. Dagegen meinte die Verteidigerin, dass ihre Mandantin lediglich 7 Mal in dem 27-wöchigen Programm eine Klasse verpasst habe.

Lindsay Lohan
Lindsay Lohan wirft einen furchtvollen Blick zu ihrer Anwältin Shawn Chapman Holley.

Lohan entschuldigte ihr Fehlen unter Tränen damit, dass sie auf sich allein angewiesen sei. «Ich muss allein für meinen Unterhalt sorgen», sagte sie schluchzend, «ich muss einfach arbeiten». Sie habe die Bewährungsauflagen durchaus ernst genommen, aber wegen ihrer beruflichen Verpflichtungen nicht anders gekonnt.

Lindsay Lohan
Lindsay Lohan ahnt scheinbar nichts Gutes.

Lohan war wegen früherer Alkoholvergehen auf Bewährung frei. Gleich zweimal wurde sie 2007 mit Drogen und Alkohol am Steuer erwischt und festgenommen. Die damalige Strafe: Einige Stunden Gefängnis, drei Jahre auf Bewährung mit Entziehungskuren und Besuch von Kursen. Im Mai hatte die Schauspielerin einen Gerichtstermin in Los Angeles verpasst und ihr Fehlen mit dem Verschwinden ihres Reisepasses entschuldigt. Zu diesem Zeitpunkt war Lohan bei den Filmfestspielen in Cannes.

Lindsay Lohan
Lindsay Lohan wird in eine Gerichtspause geleitet.

Richterin Revel ließ ihr bei der Rückkehr nach Kalifornien einen Überwachungsdetektor am Fußgelenk anlegen, der bei Alkoholkonsum Alarm schlägt. Diese Fußfessel muss sie bis zum Antritt der Gefängnisstrafe anbehalten, bestimmte die Richterin.