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    Kreis: Deutlicher Gästezuwachs durch Buga-Effekt

    Die Touristiker im Kreis blicken voller Begeisterung auf die Buga in Koblenz zurück. Von der Gartenschau am Deutschen Eck, die am Sonntag endete, hat die gesamte Region profitiert. Besonders im Rheintal, zu dem auch die Stadt Koblenz gehört, sind die Übernachtungszahlen in die Höhe geschossen. Im ersten halben Jahr verzeichnete das Tal das mit Abstand stärkste Gäste- und Übernachtungsaufkommen aller Tourismusregionen im Land.

    Der neue Diezer Stadtpark war offizielle Außenstelle der Bundesgartenschau – eine grüne Oase auf dem Gelände „Wirt“ in Freiendiez.
    Der neue Diezer Stadtpark war offizielle Außenstelle der Bundesgartenschau – eine grüne Oase auf dem Gelände „Wirt“ in Freiendiez.
    Foto: Andreas Galonska

    Rhein-Lahn - Die Touristiker im Kreis blicken voller Begeisterung auf die Buga in Koblenz zurück. Von der Gartenschau am Deutschen Eck, die am Sonntag endete, hat die gesamte Region profitiert. Besonders im Rheintal, zu dem auch die Stadt Koblenz gehört, sind die Übernachtungszahlen in die Höhe geschossen. Im ersten halben Jahr verzeichnete das Tal das mit Abstand stärkste Gäste- und Übernachtungsaufkommen aller Tourismusregionen im Land.

    So kamen 20,3 Prozent mehr Gäste, und sie buchten 18,3 Prozent mehr Übernachtungen. "Das ist eindeutig der Buga zuzuordnen", sagt Claudia Schwarz, Geschäftsführerin der Romantischer Rhein Tourismus GmbH. Die Stadt Lahnstein besuchten im Juni gar 40 Prozent mehr Gäste als im Vergleichsmonat 2010. Schwarz: "Die Bundesgartenschau ist für unser Tal ein unheimlicher Imagegewinn. Wir hätten überhaupt nicht die finanziellen Mittel, um von selbst eine solche Aufmerksamkeit auf uns zu lenken."

    Laut Schwarz haben Befragungen unter Buga-Besuchern ergeben, dass jeder Zweite das Rheintal wieder besuchen möchte. Und nicht nur die ausländischen Gäste waren überrascht von der Attraktivität des Tals, auch viele Deutsche waren zum ersten Mal am Rhein und von der Region begeistert. Touristikerin Schwarz ist deshalb überzeugt, dass der Buga-Effekt noch bis zu drei Jahre anhalten könnte. "Davon können wir noch profitieren." Besonders gut liefen in den Hotels die Buga-Pauschalangebote. Oftmals hieß es deshalb: Ausgebucht. Schwarz: "Alle haben ihre Chance genutzt und das Rheintal nach vorne gebracht."

    Blütenträume sind in der Diezer Tourist-Information zwar nicht wahr geworden, dennoch zeigt sich deren Leiterin Eva Reck zufrieden mit dem, was die Bundesgartenschau in der Region ausgelöst hat. Zahlen liegen zwar noch nicht vor, aber "gefühlt" war die Buga laut Reck auch für Diez ein Erfolg. Ein Indiz: "Wir waren Vorverkaufsstelle der Buga und haben hier sehr, sehr viele Karten verkauft", sagt die Diplom-Geografin. Sowohl Gäste als auch Einheimische, die sich die nur rund 70 Kilometer entfernte Schau nicht entgehen lassen wollten, haben im Diezer Rathaus ihre Eintrittskarten erworben.

    Umgekehrt haben Besucher der Bundesgartenschau, die den Diezer Ausstellungsbeitrag "Gärten der Region Mittelrhein" auf dem Plateau der Festung Ehrenbreitstein angeschaut hatten, dann auch einen Abstecher nach Diez gemacht, um sich in der Stadt und vor allem im Generationenpark auf dem Gelände "Wirt" umzusehen, der als offizielle Buga-Außenstelle firmierte. Auch die Resonanz der Hotellerie und Gastronomie ist nach Einschätzung der Diezer Touristik-Expertin positiv. Das gehe aus entsprechenden Rückmeldungen der Betriebe hervor.

    Die Zahlen spiegeln das für das erste Halbjahr 2011 allerdings auf den ersten Blick nicht unbedingt wider, denn sowohl die Übernachtungen (minus 2,7 Prozent) als auch die Gästezahlen (minus 3 Prozent) waren rückläufig. Allerdings zeichnete sich im Juni eine Trendwende ab. Zwar blieben die Übernachtungen (minus 1,3 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Bei den Gästezahlen gab es aber ein sattes Plus von 12 Prozent.

    In der VG Bad Ems, wo nach der Loreley die meisten Touristen im Kreis gezählt werden, kamen im ersten Halbjahr 8 Prozent mehr Fremde als im Vorjahr an. In Nassau ist der Zuwachs um 30 Prozent neben der Buga auch auf Wanderer und eine 120-köpfigen Delegation aus den Niederlanden zurückzuführen. wak/crz/jgm

    Bundesgartenschau 2011
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