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Koblenz

Buga-Eröffnung übertrifft alle Erwartungen

Das Eröffnungswochenende der Buga in Koblenz war ein voller Erfolg: Mehr als 50.000 Besucher wollten gleich beim Auftakt dabei sein, wie Buga-Chef Hanspeter Faas im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet. Bis Sonntagaben wurden rund 52.000 gezählt – deutlich mehr, als man sich erhofft hatte.

Buga-Eröffnung übertrifft alle Erwartungen
Mit Sprungfedern an den Füßen katapultieren sich die Akteure des Stelzentheaters Zebra als Grashüpfer über das Buga-Areal auf dem Festungsplateau.
Foto: Annette Hoppen

Von Ingo Schneider und Annette Hoppen

Koblenz – Das Eröffnungswochenende der Buga in Koblenz war ein voller Erfolg: Mehr als 50.000 Besucher wollten gleich beim Auftakt dabei sein, wie Buga-Chef Hanspeter Faas im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet.

Bis Sonntagabend Abend wurden rund 52.000 gezählt – deutlich mehr, als man sich erhofft hatte. Davon kamen alleine mehr als 20.000 am gestrigen Sonntag. Ein gutes Ergebnis: "Die ersten Tage einer Gartenschau sind meistens eigentlich nicht so stark", weiß Faas aus Erfahrung. Viele lassen sich sonst abschrecken, rechnen mit allzu großem Gedränge.

In Koblenz haben vor allem Einheimische das Gelände gleich in Augenschein genommen. Und die Stimmung, die die Macher erlebt haben, begeistert den Buga-Chef. Wer die rote Jacke der Buga trägt, der werde fast ohne Unterbrechung angesprochen. Dabei gibt es zumeist Lob. "Viele sagen, dass es schöner geworden ist, als sie erwartet haben", so Faas.

Kritik gibt es auch. "Eigentlich aber eher nett gemeinte Hinweise." Zum Beispiel auf überquellende Mülleimer. Deren Zahl soll jetzt übrigens verdreifacht werden. Oder auf lange Wartezeiten beim Personalisieren von Dauerkarten – ein Problem, auf das die Buga-GmbH schon lange im Vorfeld vor allem für das Eröffnungswochenende hingewiesen hatte.

Die Gastronomie müsse sich an einigen Stellen noch einspielen, das Infopersonal noch das eine oder andere lernen, räumt Faas ein. "Kleinigkeiten", meint er. Probleme gab es an den Kassen. Deren System läuft über einen Rechner in Hamburg – und machte einige Schwierigkeiten zum Start. Großzügig sei man damit umgegangen, berichtet der Buga-Chef. "Im Zweifel für den Besucher."

Reibungslos lief es dagegen beim Verkehr. Eine Einschätzung, die sich mit den ersten Erfahrungen im Polizeipräsidium deckt. Dort waren keine größeren Probleme auf den Koblenzer Straßen bekannt. "Die Menschen sind vernünftig", freut sich Hanspeter Faas. Der absolut überwiegende Teil benutze die "Park & Ride" -Plätze in der Fritsch-Kaserne und am Wallersheimer Kreisel. Und der Transfer von dort mit Shuttlebussen funktioniere gut.

Insgesamt ging es zur Eröffnung am Freitag an den meisten Stellen im Gelände noch beschaulich zu. Am Samstag und Sonntag sah das schon anders aus. Da bildeten sich durchaus längere Schlangen an den beiden Stationen der Seilbahn. Doch die Doppelmayr-Mannschaft hat die Feuertaufe mit Bravour bestanden: Selbst zu den Stoßzeiten mussten die Buga-Gäste kaum länger als zehn Minuten warten, um hinauf aufs Festungsplateau oder hinunter zur Stadt zu gelangen.

Warteschlangen bildeten sich auch an der Aussichtsplattform, dem "Geheimtipp" auf dem Festungsplateau. Auf der oberen Ebene dürfen sich jeweils nur 70 Menschen gleichzeitig aufhalten. Aber auch dort hielten sich die Wartezeiten in Grenzen, wie Hanspeter Faas berichtet.

Deutlichen und für jedermann sichtbaren Anteil am regen Besucheraufkommen auf dem Buga-Gelände am ersten Wochenende hatten vor allem auch die Teilnehmer des Sternmarsches, zu dem die Buga-GmbH und die Koblenz-Touristik am Samstag Vereine und Verbände aus allen Koblenzer Stadtteilen aufgerufen hatten. Mehr als 6000 Schängel folgten dem Aufruf – gut erkennbar an den Sternmarsch-Fähnchen in der Hand.

Auf den Ausstellungsflächen erwartete die Buga-Gäste bei Weitem nicht nur eine "Blümchenschau". Vielmehr war bereits das Rahmenprogramm zum Eröffnungswochenende recht anspruchsvoll und machte gleich offenkundig: Die Buga ist zugleich Musikfestival, Kulturfest, Freiluftklassenzimmer und eine riesige Spielwiese für Gaukler und Komödianten.

Überaus positiv fällt also das Fazit der ersten drei von 185 Buga-Tagen aus. Und auch ein echtes Malheur konnte noch abgewendet werden. Es hatte nämlich niemand daran gedacht, Toilettenpapier zu bestellen. Schlimmeres konnte aber durch eine schnelle Nachbestellung verhindert werden.

Mehr zum ersten Buga-Wochenende auf den Seiten 13 und 20

Bundesgartenschau 2011
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