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    Berlin/Minsk

    Weißrussland: Deutsche Anti-Atomaktivisten festgenommen

    Am 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind bei Anti-Atomprotesten im autoritär regierten Weißrussland sechs Deutsche festgenommen worden.

    Wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin am Dienstagabend mitteilte, arbeite die deutsche Botschaft in Minsk mit Hochdruck daran, konsularischen Zugang zu ihnen zu erhalten. Bei der Klärung des Schachverhalts stehe man im Kontakt mit den weißrussischen Behörden. Weitere Einzelheiten zur Identität der Deutschen und den Hintergründen ihrer Festnahme wurden zunächst nicht bekannt.

    Die Ex-Sowjetrepublik Weißrussland gehört zu den am stärksten von der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl betroffenen Länder. Dennoch setzt man dort weiter auf Kernenergie. Präsident Alexander Lukaschenko, der am Bau eines ersten Atomkraftwerks bis 2017/18 festhält, hatte aus Angst vor Anti-Atom-Protesten eine traditionelle Gedenkveranstaltung in Minsk zum Tschernobyl-Jahrestag verbieten lassen.

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