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    Versicherer loben schnelle Hilfe nach Loveparade

    Berlin/Duisburg (dpa) - Die Ankündigung des Loveparade-Veranstalters und der Axa-Versicherung, einen Nothilfe-Fonds für die Opfer der Massenpanik von Duisburg und ihre Hinterbliebenen einzurichten, wird von der Versicherungswirtschaft begrüßt.

    «Sinn einer Haftpflicht-Versicherung ist der Opferschutz und der Fonds ist in diesem Sinn eine noble Geste», sagte die Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Katrin Rüter, in Berlin am Freitag. Vermutlich werde es noch geraume Zeit dauern, bis die Haftungsfrage geklärt ist.

    «Wer auch immer nachher den Schaden übernehmen muss, die Axa und der Veranstalter lassen die Opfer bis dahin nicht nackt dastehen», sagte Rüter. Mit dem angekündigten Fonds über eine Million Euro sei kein Schuld- oder Haftungsanerkenntnis verbunden, betonte sie. Das Unglück bei der Loveparade sei außergewöhnlich gewesen. Sie kenne keinen vergleichbaren Fall, wo eine Versicherung schon vor der Klärung der Schuldfrage Leistungen erbringe. «Es kann aber durchaus sein, dass es ein solches Vorgehen auch bei kleineren Unglücken gibt, ohne dass wir davon wissen.»

    Die Vorableistung für die Hinterbliebenen und Verletzten sei nicht nur ein Geste, sondern könne auch ganz praktische Folgen haben. «So etwas kann sich auch positiv auf die Genesung auswirken», sagte Rüter. Schließlich werde Druck von den Menschen genommen.

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