40.000
  • Startseite
  • » Brennpunkt
  • » UN: Flugplätze in Haiti sind das Problem
  • Aus unserem Archiv

    New YorkUN: Flugplätze in Haiti sind das Problem

    Bei der Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti sind nach Angaben der Vereinten Nationen derzeit die Flugplätze des Landes das entscheidende Problem.

    «Dank der sofortigen Hilfe so vieler Staaten haben wir sehr viel Personal und Hilfsgüter. Aber wir müssen sie ja auch ins Land bringen. Die Flughäfen sind der Flaschenhals», sagte UN-Nothilfekoordinator John Holmes am Donnerstag in New York. Der Flughafen von Port au Prince sei durch das Erdbeben beschädigt und derzeit völlig überlastet. «Zudem ist die Infrastruktur nicht so, dass wir nachts fliegen können.» Am Boden klappe die Verteilung der Hilfsgüter hingegen sehr gut.

    Priorität habe für die Helfer nach wie vor «Suchen und Retten». «Ich kann nicht genau sagen, wie lange wir noch "Search and Rescue" machen. Es ist ganz unterschiedlich, wie lange ein Mensch unter Trümmern überleben kann, abhängig von Kälte, Hitze, Wasser und Nahrung. Aber solange es noch eine Chance gibt, werden wir suchen», sagte der Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten. Konkrete Opferzahlen gebe es noch immer nicht, «aber es sind mehr Tote und Verletzte, als unsere Helfer bewältigen können».

    Zwei Tage nach dem Beben würden nun vor allem sauberes Wasser, Nahrungsmittel und Medizin gebraucht. «Die Infrastruktur in Haiti ist in jeder Hinsicht schwer geschädigt. Aber das ermutigende ist, dass jeder mit anpackt. Wir haben so viele Hilfszusagen über Geld, Nahrung, Personal und Flugzeuge, dass das wirklich motivierend ist.» Die Katastrophe sei eine enorme Herausforderung. «Aber beeindruckend ist, wie viele Länder helfen. Das macht wirklich Mut.»

    /infoline/thema/donnerstag/
    Meistgelesene Artikel