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    KopenhagenSpitzenpolitiker schwächen Klimaziele ab

    Beim Weltklimaabkommen in Kopenhagen haben sich Spitzenpolitiker auf deutlich abgeschwächte Klimaziele geeinigt. Dem neuen Beschlussvorschlag stimmten am späten Freitagabend die USA, China, die EU, Indien und Südafrika zu, sagten Diplomaten.

    Anschließend begannen die Umweltminister der EU mit Verhandlungen über den Entwurf. Dem Papier zufolge wird das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, nur noch «zur Kenntnis» genommen. Laut Weltklimarat wäre eine darüber hinausgehende Erwärmung katastrophal für Mensch und Natur.

    Gänzlich fallen gelassen gegenüber einem früheren Entwurf wurde das Ziel einer Reduzierung des Treibhausgasausstoßes um 50 Prozent von 1990 bis 2050. Weiterhin sollen sich die Industrieländer aber dazu verpflichten, noch vor 1. Februar 2010 Treibhausgasziele für das Jahr 2020 vorzulegen.

    Die Industrieländer geben «neue und zusätzliche» Klimahilfen, zusammen insgesamt 30 Milliarden Dollar für 2010 bis 2012 «aus verschiedenen Quellen». Sie setzen sich außerdem das Ziel, ab 2020 rund 100 Milliarden Dollar für die umweltfreundliche Entwicklung ärmerer Länder bereitzustellen. Die Schwellenländer müssen «Vorkehrungen» für eine «internationale Beratungen und Analysen» ihrer Klimapolitik treffen. «Klar definierte Richtlinien» müssen aber sicherstellen, dass die «nationale Souveränität respektiert» wird.

    /infoline/thema/freitag/
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