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    Berlin

    SPD kritisiert Westerwelles Attacken

    Die SPD hat die massiven Vorwürfe von Außenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle gegen Kritiker seiner Reisebegleitung im Ausland zurückgewiesen.

    «Die aggressive Art, mit der Westerwelle auf diese Kritik reagiert, zeigt, dass er immer noch nicht begriffen hat, dass ein Ministeramt mit Augenmaß geführt und Privilegien nicht nach Gutsherrenart verteilt werden dürfen», erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, am Sonntag in Berlin.

    Westerwelle hatte der Opposition vorgeworfen, sie beschädige mit ihren Anschuldigungen das internationale Ansehen des Landes. «Solche Verleumdungen der Opposition gegen einen Außenminister, der zeitgleich im Ausland auch im Interesse unserer Arbeitsplätze unterwegs ist, schaden Deutschland», sagte er der «Bild am Sonntag».

    In der Öffentlichkeit und von Oppositionspolitikern war ihm vorgehalten worden, Westerwelle habe frühere Geschäftsfreunde mit auf Reisen genommen. Es gab auch Spekulationen, Westerwelles Lebenspartner Michael Mronz könnte solche Reisen zur Anbahnung eigener Geschäfte nutzen.

    Zur Delegation einer China-Reise im Januar gehörte auch der Chef eines Unternehmens, an dem Westerwelles Bruder Anteile hält. Oppermann sagte dazu: «Ein deutscher Außenminister darf noch nicht einmal den Anschein erwecken, als ob Geschäftsfreunde seiner Familie bevorzugt auf Auslandsreisen eingeladen werden.»

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