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    Skandal um sexuellen Missbrauch weitet sich in der Schweiz aus

    In der Schweiz weitet sich der Skandal um pädophile Priester aus. So teilte das berühmte Kloster Einsiedeln mit, es habe sexuelle Übergriffe auf Abhängige gegeben.

    Das Bistum Chur untersucht nach eigenen Angaben derzeit rund zehn Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch in den Kantonen Graubünden, Zürich und Schwyz. Die Hinweise habe das Bistum Chur von Opfern, ihren Angehörigen und von anderen Personen erhalten, sagte Bischofsvikar Christoph Casetti. Zum Teil lägen die Vorkommnisse schon Jahrzehnte zurück.

    In der Stiftsschule Einsiedeln ist es seit den 70er-Jahren zu sexuellen Übergriffen an Schülern gekommen. Das berichtet die Stiftung auf ihrer Webseite. Dabei sei es zu Formen «von Berührungen und unangebrachten verbalen Äußerungen, in einem Fall als sexuelle Handlung» gekommen. Insgesamt hätten sich nach Kenntnis von Abt Martin seit dieser Zeit fünf Mitglieder der Gemeinschaft Verfehlungen zukommen lassen, allerdings nicht alle in der Schule.

    In keinem der Fälle wurde eine Strafanzeige eingereicht, weil entweder die Opfer darauf verzichtet hätten oder die damals hinzugezogenen externen Fachleute die Handlungen als nicht strafrelevant betrachtet hätten.

    Das Bistum Chur erklärte, in einem der Fälle, die nun untersucht würden, sei der mutmaßliche Täter bereits gestorben. In einem anderen Fall zeigte das Bistum zusammen mit dem Opfer den Täter an. «Ich weiß aber nicht von allen Vorfällen», räumte der Bischofsvikar ein.

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