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    Belgrad

    Serbien strebt weiter in die EU – bleibt aber stur

    Serbien will weiter Kurs auf Brüssel nehmen, obwohl es den Status eines EU-Beitrittskandidaten nicht vor März 2012 erhalten soll. «Serbien gehört zu Europa», begründete Staatspräsident Boris Tadic diese Position am Freitag in Belgrad.

    Konflikt im Kosovo
    Konflikt im Kosovo: Slowenische NATO-Truppen nähern sich einer serbische Straßenblockade.
    Foto: epa/str/Archiv - DPA

    «Jede andere Entscheidung hätte schwere Folgen für Land und Bürger», sagte das Staatsoberhaupt weiter. Die verschobene Entscheidung der EU-Staats- und Regierungschefs sei «keine Niederlage, sondern nur eine Durchgangsetappe».

    Im Streit um das Kosovo, der für diese Verschiebung gesorgt hatte, blieb Tadic jedoch unnachgiebig. «Serbien wird weder explizit noch implizit das Kosovo anerkennen», auch «wenn die EU das will», kündigte er seinen «ausländischen Partnern» an, «damit sie es ein für alle Mal wissen». Der EU-Kosovo-Vermittler Robert Cooper habe zuletzt verlangt, Belgrad solle bei der Teilnahme der albanisch geführten Kosovo-Regierung an internationalen Konferenzen nachgeben. «Das habe ich abgelehnt», weil «Serbien diese Forderung niemals akzeptieren wird», sagte Tadic.

    In den letzten Tagen war vonseiten der EU gefordert worden, Serbien solle den Auftritt der Regierung in Pristina unter dem Namen Kosovo ermöglichen. Bisher hatten serbische Regierungsvertreter jede Konferenz boykottiert, auf der Vertreter der Kosovo-Regierung erschienen waren. Ein Nachgeben in dieser Frage war auch eine zentrale Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in Belgrad im vergangenen August.

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