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Athen

Schlag gegen Steuerhinterziehung in Griechenland

Griechischen Steuerfahndern ist am Dienstag ein großer Schlag gegen Steuerhinterziehung gelungen. Sie entdeckten, dass ein aus Zypern stammender Reeder seit 2005 etwa 120 Immobilien in Griechenland gekauft und nie dafür Steuern für Immobilienbesitz gezahlt hatte.

Insgesamt gehe es um eine Summe von rund 40 Millionen Euro, berichtete der staatliche Rundfunk am Dienstagabend. Die Immobilien befinden sich im Zentrum Athens sowie auf der Jet-Set- Insel Mykonos und in anderen touristischen Regionen, wie im Raum Delphi. Viele Immobilien in Athen waren an Banken vermietet worden. Der Name des Reeders wurde nicht genannt. Sollte er nicht sofort zahlen, soll ein Pfändungsverfahren eingeleitet werden, hieß es.

Die griechische Regierung hat der Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Finanzminister Giorgos Papakonstantinou kündigte bereits am Vortag an, viele «markante Fälle von Steuerhinterziehung» sollen ans Tageslicht gebracht werden. Die Griechen müssen in den kommenden drei Jahren in einem beispiellosen Kraftakt 30 Milliarden Euro sparen.

/infoline/thema/dienstag/
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