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    Russland: OSZE-Mission in Ostukraine «Provokation oder Dummheit»

    Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin hat die Mission der festgesetzten OSZE-Militärbeobachter in der krisengeschüttelten Ukraine scharf kritisiert.

    «Diese Fahrt war entweder eine Provokation der Führung in Kiew oder - verzeihen Sie - eine Dummheit», sagte Tschurkin am Mittwoch der Agentur Itar-Tass in New York. «Wie kann man Offiziere in einen Bus setzen und ohne Absprachen in eine solche Region senden - ohne Dokumente, die ihren Status bestätigen?»

    Moskau bemühe sich um eine Freilassung der Militärbeobachter aus der Gewalt der prorussischen Separatisten in Slawjansk, sagte Tschurkin. Unter den westlichen Militärs, die für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unterwegs waren, sind auch vier Deutsche - drei Bundeswehrangehörige und ein Dolmetscher.

    Bei einer «Anti-Terror-Operation» in der Ostukraine durchbrachen regierungstreue Sicherheitskräfte bei Slawjansk drei Straßensperren moskautreuer Aktivisten, wie die Führung in Kiew mitteilte. Beim Vorrücken der Einheiten habe es keine Verletzten gegeben, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der früheren Sowjetrepublik.

    In Lugansk und Gorlowka besetzten hingegen prorussische Demonstranten am Morgen weitere Verwaltungsgebäude. In Gorlowka hinderten etwa 20 Bewaffnete die Angestellten des Stadtrats am Betreten des Hauses. In Lugansk stürmten Bewaffnete den örtlichen Sitz des Innenministeriums.

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