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    Patriarch Twal: Nahost-Konflikt beenden

    Bethlehem (dpa). Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, hat in der Christmette zur Beendigung des Nahost-Konflikts aufgerufen.

    Twal sagte in der Heiligen Nacht in der Geburtskirche in Bethlehem im Westjordanland: «Wir sind dieser Situation so müde, wir sind müde, zu warten und wir sind der Reden und Versprechen müde, der Vorträge, der Wartezeiten und Verhandlungen». Twal rief zu einem Ende der israelischen Blockade des Gazastreifens auf. An der Messe nahmen auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad teil.

    «Friede und Gewaltlosigkeit sollten Hass, Krieg und Gewalt ersetzen». Twal bat die Gläubigen in der ganzen Welt, für das Heilige Land zu beten. Es sei ein Land, «das leidet und hofft. Seine Einwohner leben als verfeindete Brüder.» Dieses Land werde es «wahrhaftig nur dann verdienen, heilig genannt zu werden, wenn in ihm Freiheit, Gerechtigkeit, Liebe, Versöhnung, Frieden und Sicherheit wohnen», hieß es in der deutschen Übersetzung seiner Predigt.

    Twal sagte weiter: «Wir wollen in dieser Weihnacht gemeinsam mit allen Menschen guten Willens für den Frieden beten. Der Friede, den wir erbitten, unterscheidet sich vom Frieden, den die Welt uns verspricht und gibt. Der Friede, den die Welt uns gibt, ist auf Kraft und Gewalt gegründet. Wir suchen den Frieden, der auf Gerechtigkeit und menschlicher Würde gegründet ist.»

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