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    Berlin

    Neuer Bundespräsident Gauck beginnt mit der Arbeit

    Am Tag nach seiner Wahl hat der neue Bundespräsident Joachim Gauck die Amtsgeschäfte aufgenommen. Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt trafen am Montag im Schloss Bellevue ein, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts in Berlin.

    Schloss Bellevue
    Sitz des Bundespräsidenten: Schloss Bellevue in Berlin.
    Foto: Rainer Jensen - DPA
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    RZ-UMFRAGE: Ihre Meinung zum neuen Bundespräsidenten Gauck?

    "Was für ein schöner Sonntag!" - mit diesen Worten begann der neugewählte Bundespräsident Gauck seine Antrittsrede. Haben Sie das auch so empfunden?

    Ja, ich finde Gauck sehr gut.
    36%
    Mal abwarten, wie er sich macht.
    38%
    Nein, ich erwarte nicht viel von ihm.
    16%
    Mir ist das Bundespräsidentenamt egal.
    10%
    Stimmen gesamt: 702

    Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, der als Präsident des Bundesrates vier Wochen lang kommissarisches Staatsoberhaupt war, sowie Altpräsident Christian Wulff begrüßten Gauck.

    Auf Fragen von Reportern ging Gauck nur kurz ein. Er empfinde großen Respekt, sagte er. Auf sein Herz deutend meinte er: «Mir pochert es hier drin.» Nach ausführlichen Gesprächen mit Seehofer und Wulff war am Nachmittag auch ein Treffen mit dem Personal des Bundespräsidialamtes vorgesehen.

    Der 72-Jährige Gauck erhielt am Sonntag in der Bundesversammlung 991 von 1228 gültigen Stimmen. Seine Kandidatur wurde von Union, SPD, Grünen und FDP unterstützt. Das entspricht einer Zustimmung von gut 80 Prozent. Mit der Annahme der Wahl ist Gauck als Staatsoberhaupt offiziell im Amt. Die Vereidigung des elften Präsidenten vor Bundestag und Bundesrat ist für kommenden Freitag vorgesehen. Auf seiner ersten Auslandsreise will Gauck Polen besuchen.

    Kreml-Chef Dmitri Medwedew gratulierte Gauck zu seiner Wahl und würdigte dabei die engen Beziehungen beider Länder. Russland und Deutschland leisteten mit ihrer «stabilen Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Sicherheit», hob Medwedew in einer am Montag in Moskau veröffentlichten Botschaft hervor.

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