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+++ Live-Ticker zur Lage in Libyen +++

[17:55] +++ Menschenrechtsliga: Mindestens 640 Tote in Libyen +++

Bei den Unruhen in Libyen sind nach Informationen der Internationalen Menschenrechtsliga (FIDH) mindestens 640 Menschen ums Leben gekommen. Unter ihnen seien 130 Soldaten, die sich geweigert hätten, auf Demonstranten in Bengasi zu schießen, teilte die Organisation mit. Allein in der Hauptstadt Tripolis habe es 275 Opfer gegeben. Nicht mitgezählt seien mögliche Opfer in der Stadt Tobruk, wo es ebenfalls Unruhen gab.

[17:33] +++ Portugals Luftwaffe flog 75 Ausländer aus Libyen aus +++

Portugal flog mit einer Maschine der Luftwaffe weitere 75 Ausländer aus Libyen aus. Die trafen mittlerweile in Lissabon ein. Es war der zweite Rettungsflug mit dem Transportflieger Hercules C-130.

[17:28] +++ Gaddafi-Gegner protestieren vor libyscher Botschaft in Rom +++

Dutzende von Gegnern des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi haben vor der Botschaft des Wüstenstaates in Rom protestiert. Unter Rufen wie «Mörder, Mörder» und «Freiheit für Libyen» überwand ein Teil der Demonstranten die Absperrungen vor dem Botschaftsgebäude. Es gelang ihnen, vorübergehend die offizielle Fahne Libyens gegen die des früheren Königreichs auszutauschen. Die 1969 von Gaddafi eingeführte Fahne wurde von der Menge verbrannt.

[17:15] +++ Barroso verurteilt Gewalt in Libyen +++

Die EU verurteilt die Gewalt in Libyen, hält sich mit einer konkreten Rücktrittsforderung an Diktator Muammar al-Gaddafi aber zurück. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bot dem libyschen Volk die Unterstützung der EU an.

[17:14] +++ Malta verweigert Landerlaubnis für libysches Flugzeug +++

Ein Flugzeug der libyschen Fluggesellschaft «Libyan Arab Airlines» hat versucht, auf dem internationalen Flughafen (MIA) der Inselrepublik Malta zu landen. Wie Mitarbeiter des internationalen Malteser Flughafens (MIA) mitteilten, verweigerte Malta jedoch zunächst die Landeerlaubnis und verstärkte den Airport mit Soldaten. Wie es hieß, hat der libysche Flieger nur noch wenig Treibstoff.

[16:53] +++ Augenzeugen berichten von Folter in Libyen +++

Der Strom der ägyptischen Gastarbeiter, die Libyen aus Angst vor Gewalt und Plünderungen verlassen, reißt nicht ab. Einige von ihnen berichteten am Mittwoch nach ihrer Ausreise auf dem Landweg nach Ägypten über Gräueltaten in der Stadt Bengasi.

[16:23] +++ Proteste vor libyscher Botschaft in Berlin +++

Bei einer Protestkundgebung vor der libyschen Botschaft in Berlin sind zwei Teilnehmer am Mittwoch kurzzeitig auf das Gelände der Residenz gestürmt. Es gelang ihnen nach Angaben der Polizei, vorübergehend die offizielle Fahne Libyens gegen die des Königreichs auszutauschen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

[16:22] +++ Öl- und Benzinpreise klettern nach oben +++

Die Öl- und Benzinpreise kennen wegen der politischen Unruhen in Libyen und anderen arabischen Ländern zurzeit nur eine Richtung: nach oben. Wie sich die Ölpreise entwickeln, dürfte vor allem von der weiteren Entwicklung in Libyen und anderen Ölschwergewichten abhängen.

[15:53] +++ Kampfflugzeug stürzt nach Befehlsverweigerung ab +++

In Libyen ist ein Kampfflugzeug abgestürzt, nachdem die Piloten einen Befehl zum Angriff auf die Stadt Bengasi verweigert hatten. Medien zufolge verließen der Pilot und der Co-Pilot die Maschine kurz vor dem Absturz in der Nähe der Stadt Adschdabija und sprangen mit Fallschirmen ab.

[15:42] +++ Nachrichten-Blackout in Libyen +++

Die libyschen Behörden haben nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen einen Informations-Blackout über das nordafrikanische Land verfügt. Die Lage sei für Journalisten zunehmend schwierig und auch bedrohlich. Internet- und Telefonleitungen würden immer wieder unterbrochen.

[15:30] +++ Österreich plant Fahrzeugkonvoi +++

Österreich will seine Bürger aus Libyen möglicherweise mit einem Fahrzeugkonvoi retten. Man wolle 20 Österreicher aus dem Raum Tripolis über den Landweg in Sicherheit bringen, sagte Außenminister Michael Spindelegger. Die genaue Route sei noch unklar, in Richtung Ägypten gebe es aber praktisch kein Durchkommen mehr

[15:29] +++ Siegesfeiern in Ost-Libyen +++

Die Bewohner mehrerer Städte im Osten Lybiens feierten die «Befreiung» ihrer Region. Augenzeugen berichteten, in den östlichen Städten Bengasi und Tobruk seien die Vertreter der Staatsmacht entweder verschwunden oder hätten sich den Aufständischen angeschlossen.

[14:09] +++ EU plant Sanktionen gegen Libyen +++

Wegen der andauernden Gewalt in Libyen fasst die EU Sanktionen gegen das Regime von Staatschef Muammar al-Gaddafi ins Auge. Am Nachmittag werden Vertreter der 27 EU-Mitgliedstaaten in Brüssel über entsprechende Maßnahmen beraten.

[14:00] +++ Gaddafi soll sich mit vier Brigaden verschanzt haben +++

Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi soll sich mit vier Brigaden der Sicherheitskräfte auf dem Stützpunkt Bab al-Asisija in Tripolis verschanzt haben.

[13:59] +++ EU-Staaten stoppen Waffenexport nach Libyen +++

Die 27 EU-Staaten haben den Export von Waffen nach Libyen gestoppt. Nach jüngsten Zahlen hatte Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi zuletzt von der EU jedes Jahr Waffen im Wert von mehreren hundert Millionen Euro geliefert bekommen. Laut Jahresbericht über die Ausfuhr von Militärgütern erlaubten EU-Regierungen allein 2009 den Export von Waffen im Wert von 344 Millionen Euro.

[13:54] +++ Türke in Libyen getötet +++

Bei den Unruhen in Libyen ist erstmals auch ein Türke getötet worden. Den Mann hatte auf einer Baustelle nahe der Hauptstadt Tripolis eine Kugel getroffen. Am Mittwoch sollten fünf Flugzeuge etwa 1800 weitere Türken aus Libyen ausfliegen.

[13:36] +++ Ägypten verstärkt Truppen an Grenze zu Libyen +++

Das ägyptische Militär schickte wegen der Unruhen im Nachbarland Libyen Verstärkung an die gemeinsame Grenze. Die Einheiten sollen bei der Aufnahme der vor Chaos und Gewalt flüchtenden Ägypter helfen. Tausende Ägypter warten auf eine Gelegenheit zur Ausreise in die Heimat.

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