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    Berlin

    Hintergrund: Stromnetz und Ausbaupläne in Deutschland

    Das Stromnetz umfasst bildlich gesehen Autobahnen, Bundes-, Land- und Gemeindestraßen, über die der Strom zur Steckdose kommt. Es gibt vier Betreiber von Höchstspannungsleitungen in Deutschland: Tennet, Amprion, 50Hertz und TransnetBW.

    Sie speisen den Großteil des Stroms ein und verteilen ihn über lange Distanzen. Hinzu kommen 806 Verteilnetzbetreiber, darunter viele Stadtwerke, die den Strom über niedrigere Spannungsebenen zum Verbraucher bringen.

    Um den zunehmenden Windstrom von Nord- und Ostdeutschland in den Süden zu transportieren, sollen drei große Stromtrassen mit insgesamt 2800 Kilometern Länge gebaut werden. Zudem sollen im bestehenden Höchstspannungsnetz 2900 Kilometer für die je nach Wetter schwankende Ökostrom-Einspeisung optimiert werden. Planungs- und Bauzeiten sollen dabei von zehn auf vier Jahre verkürzt werden. Die Kosten für die 36 Projekte betragen rund zehn Milliarden Euro – ohne die Zusatzkosten für Erdverkabelungen auf einzelnen Trassenabschnitten.

    Das gesamte Stromnetz umfasst nach Zahlen der Bundesnetzagentur rund 1,79 Millionen Kilometer. Auch die Verteilnetze müssen wegen der verstärkten Einspeisung von Wind- und Solarstrom, mit Milliardeninvestitionen fit für die Energiewende gemacht werden.

    Das Netz gliedert sich gemessen an der Stromkreislänge wie folgt:
    – Höchstspannung (380 Kilovolt): 35 270 Kilometer;
    – Hochspannung (110 oder 60 kV): 95 425 Kilometer;
    – Mittelspannung (30 bis 3 kV): 507 953 Kilometer;
    – Niederspannung (400 oder 230 Volt): 1 149 973 Kilometer.

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