40.000
  • Startseite
  • » Brennpunkt
  • » Hintergrund: Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)
  • Aus unserem Archiv
    Berlin

    Hintergrund: Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS)

    Der Darmkeim EHEC kann Durchfall auslösen aber auch zu schweren Nierenschäden und zum Tod führen.

    Krankenhaus in Hamburg
    Ein Arzt geht im Hamburger Marienkrankenhaus in ein Krankenzimmer, in dem mit dem EHEC-Erreger erkrankte Patienten liegen.
    Foto: DPA

    Wenn zur gleichen Zeit bei einem Patienten die Nieren ihren Dienst verweigern, eine Blutarmut auftritt und die roten Blutplättchen weniger werden, sprechen Mediziner vom hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Dieses Syndrom ist meistens eine Folge der EHEC-Erkrankung. Es kann aber auch andere Ursachen haben.

    In Folge des HUS können der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie zufolge weitere Organe geschädigt werden. Betroffene erleiden nach Angaben der Nierenärzte oft eine gefährliche Schwellung des Gehirns. Eine «Blutwäsche» könne den Heilungsprozess jedoch beschleunigen. Sie eliminiere die schädlichen Stoffe im Blut und ersetze körpereigenes Plasma. Auf diese Weise ist es möglich, lebensbedrohliche Komplikationen wie Hirnödeme und Nierenversagen zu verhindern.

    Im Jahr 2010 registrierte das Robert Koch-Institut nach eigenen Angaben 65 HUS-Fälle. Davon waren nur sechs Betroffene älter als 18 Jahre. Die seit Mitte Mai in Deutschland vermehrt festgestellte Infektion betrifft allerdings vor allem erwachsene Frauen.

    RKI-Hintergrundinformationen zu EHEC

    Informationen zu EHEC vom Landesgesundheitsamt Niedersachsen

    /infoline/thema/dienstag/
    Meistgelesene Artikel