40.000
  • Startseite
  • » Brennpunkt
  • » Hintergrund: Aufblasbare Krankenhäuser
  • Aus unserem Archiv

    HamburgHintergrund: Aufblasbare Krankenhäuser

    Sogenannte aufblasbare Krankenhäuser sind mobile Alleskönner: Dabei handelt es sich um mehrere luftkammergestützte Zelte, die von Kompressoren aufgeblasen werden. Je nach Bedarf können mehrere Räume hinzugefügt werden.

    Durch die widerstandsfähigen Materialien sind die Hightech-Unterkünfte selbst in Krisengebieten einsetzbar und können weitestgehend autonom betrieben werden.

    Ein Krankenhauskomplex mit Mobiliar und technischen Geräten - wie er von der Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» in Haiti eingesetzt werden soll - ist innerhalb von 36 Stunden einsatzbereit. Die mobilen Hospitäler sind mit Operationssälen, Krankenbettstationen und sanitären Anlagen ausgerüstet. Weitere Stationen wie Intensivpflege und Labor können jederzeit hinzugefügt werden.

    Die Hightech-Zelte sind äußerst stabil: Selbst kleinere Löcher und plötzlicher Druckabfall bringen sie nicht sofort zum Einsturz. Eine nachträglich eingebaute Stangenkonstruktion aus Aluminium stabilisiert den Komplex auch für einen längerfristigen Einsatz. Für einen störungsfreien Betrieb sorgen mit Diesel betriebene Stromgeneratoren: Sie liefern die notwendige Energie für die Kompressoren und die medizinischen Gerätschaften.

    Die Helfer von «Ärzte ohne Grenzen» verwendeten in den vergangenen Jahren schon oft aufblasbare Krankenhäuser in Krisengebieten: etwa 2009 nach dem Bürgerkrieg in Sri Lanka und 2005 nach dem Erdbeben in Pakistan. Auch das Deutsche Rote Kreuz und die Bundeswehr verfügen über Luftkammerzelte.

    Brennpunkt
    Meistgelesene Artikel