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Bonn

Guttenberg spricht von Krieg in Afghanistan

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat nach dem tödlichen Gefecht in der Nähe von Kundus von Krieg in Afghanistan gesprochen.

«Auch wenn es nicht jedem gefällt, so kann man angesichts dessen, was sich in Teilen Afghanistans abspielt, umgangssprachlich von Krieg reden», sagte Guttenberg am Sonntag in Bonn. Guttenberg sprach den Angehörigen der am Karfreitag getöteten Bundeswehrsoldaten sein Beileid aus.

Zugleich zeigte er Mitgefühl mit den Familien der am Rande der Gefechte versehentlich durch Bundeswehr-Beschuss getöteten sechs afghanischen Soldaten. Der Vorfall werde jetzt intensiv untersucht, berichtete der Minister. Er nannte es «ausgesprochen ärgerlich, wenn so etwas passiert».

«Wir bleiben in Afghanistan», stellte Guttenberg klar. Die deutschen Soldaten leisteten ihren Dienst dort nicht umsonst. Sie setzten sich vielmehr für die Sicherheit in einer Region ein, deren Befriedung der Welt zu gute komme. Ziel seiner Politik sei es, die Bundeswehr so gut wie möglich auszurüsten und zu sichern, damit sie bei allen Gefahren ihre Arbeit in Afghanistan fortführen könnten.

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