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    Durban

    Greenpeace vom Klimagipfel enttäuscht

    Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist enttäuscht über das Ergebnis des Klimagipfels in Durban.

    Proteste beim Klimagipfel
    Greenpeace-Aktivisten demonstrieren beim Klimagipfel in Durban.
    Foto: Shayne Robinson/Greenpeace - DPA

    «Der unter Druck von Indien und den USA abgeschwächte Kompromiss wird nicht zu einem international verbindlichen Klimaschutzvertrag führen, sondern zu einem nur lose bindenden Abkommen», meinte Klimaexperte Martin Kaiser von Greenpeace Deutschland am Sonntagmorgen in Durban. Die Konferenz habe mit ihrem Beschluss «in letzter Minute ein Schlupfloch für die USA und fossile Industriekonzerne unter Mithilfe von Indien geschaffen». Nun drohe erneut ein langwieriger Verhandlungsprozess.

    «Der Beschluss einer zweiten Verpflichtungsrunde des Kyoto-Protokolls und das nun vorliegende Verhandlungsmandat für ein weiteres Abkommen bilden ein wichtiges Fundament für die künftige weltweite Klimaschutzarchitektur», betonte Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig. Es gebe allerdings noch manche Unklarheiten, beispielsweise wann das künftige Abkommen in Kraft treten solle. «Aber machen wir uns nichts vor: wegen der schwachen Klimaschutzzusagen vor allem der Industrieländer bewegt sich die Welt weiter auf eine Erwärmung von 4 Grad oder mehr zu», sagte Kowalzig. Dabei könnten maximal 2 Grad Erwärmung als «gerade noch beherrschbar» gelten. In dieser Frage sei das Ergebnis von Durban «extrem enttäuschend», vor allem dank der Verweigerungshaltung der USA».

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