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Berlin

Gabriel: Islam von Islamismus trennen

dpa

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat Bundespräsident Christian Wulff gegen Kritik aus der Union verteidigt. «Natürlich gehört der Islam inzwischen zu Deutschland», sagte Gabriel am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

Wer einen aufgeklärten, nicht fundamentalistischen Islam wolle, müsse die Muslime auch in Deutschland ankommen lassen. Eigentümlich sei jedoch die Bemerkung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), in Deutschland gelte das Grundgesetz und nicht die Scharia. «Das ist doch für die überwältigende Mehrheit aller gläubigen Moslems in Deutschland selbstverständlich», sagte Gabriel. Die einzige Leitkultur, die man allen Menschen in Deutschland abverlangen müsse, stehe in den ersten 20 Artikeln des Grundgesetzes. «Wir müssen Islam und Islamismus sorgfältig trennen ­ denn sonst spielen wir nur den Eiferern in die Hände», fügte der SPD-Chef hinzu.

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