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    HannoverExperte: Blick aufs Wetter ist zu aufgeregt

    Der Blick auf das Wetter wird nach Ansicht eines Klimaexperten immer hysterischer. Früher habe man besonders kalte oder warme Winter einfach hingenommen. Heute mache sich stattdessen Panik breit.

    Das sagte Thomas Hauf vom Institut für Meteorologie und Klimatologie in Hannover in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Begriff Klima sei vor dem Hintergrund der Klimakatastrophen negativ besetzt.

    Hauf sieht wie viele seiner Kollegen in dem aktuellen langanhaltenden und frostig kalten Winter weder ein Anzeichen für die nächste Eiszeit noch ein Ende der bisher beobachteten globalen Erderwärmung. «Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und ein harter Winter macht noch lange keine Eiszeit», sagte Hauf. Für eine klare Tendenz müsse das Wetter über Jahrzehnte beobachtet und ausgewertet werden. Dem Institutsleiter der Leibniz-Universität zufolge kommen jedoch trotz vieler besonders warmer Sommer in letzter Zeit auch immer wieder kältere Winter vor. «Wir sehen das sehr gelassen.»

    Das regionale Wetter - so extrem wie es manchmal scheine - sei immer ein Teil einer Großwetterlage. «Das Wetter ist oft reiner Zufall.» Die Großwetterlagen beobachten die Meteorologen seit Jahren sehr aufmerksam - bislang jedoch ohne einen klaren Hang zum Extremen zu beobachten. «Denn bei Großwetterlagen sind deutliche Veränderungen viel schwerer zu fassen, auch wenn der Trend ansonsten klar zu sein scheint», sagte der Experte für Wolkenphysik und Niederschlagsforschung mit Blick auf den globalen Temperaturanstieg.

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