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    Kiew

    Chronologie: Von der Krim bis Donezk

    Nach der Abspaltung der Krim von der Ukraine spitzt sich die Lage auch in anderen Teilen des Landes zu. Die westlich orientierte Führung in Kiew setzt Spezialeinheiten gegen prorussische Separatisten ein.

    Prügelei
    Russlandtreue Aktivisten geraten mit Abspaltungsgegnern aneinander.
    Foto: Olga Ivashchenko - DPA

    Ein Rückblick:

    16. März: Ein umstrittenes Referendum ergibt ein klares Votum für eine Abspaltung der Krim von der Ukraine. Zwei Tage später unterzeichnet der russische Präsident Wladimir Putin einen Vertrag zur Aufnahme der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Halbinsel. Das russische Parlament stimmt am 20. März dem Beitritt zu.

    20. März: Mit schärferen Sanktionen, die bis an den engsten Kreis um Kremlchef Putin heranreichen, erhöhen die USA den Druck auf Russland. Auch die EU weitet ihre Sanktionen aus. Dabei geht es um Einreiseverbote und Kontensperrungen.

    21. März: Die EU-Staats- und Regierungschefs unterzeichnen mit der Ukraine ein Abkommen zur engeren West-Anbindung.

    24. März: Die aus den sieben führenden Industriestaaten und Russland bestehende Gruppe der G8 gibt es vorerst nicht mehr. Russland wird wegen der Annexion der Krim ausgeschlossen, der für Juni geplante G8-Gipfel in Sotschi offiziell abgesagt.

    27. März: Die Vollversammlung der Vereinten Nationen verurteilt mit großer Mehrheit die Annexion der Krim durch Russland.

    29. März: Der Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko zieht überraschend seine Kandidatur für die Präsidentenwahl am 25. Mai zurück.

    1. April: Russland verstärkt mit deutlich höheren Gaspreisen den Druck auf die chronisch klamme Ukraine.

    1. April: Die Nato setzt ihre Zusammenarbeit mit Russland wegen der Krim-Krise weitgehend aus und will ihre militärische Präsenz im Osten des Bündnisgebiets weiter verstärken.

    3. April: Die US-Raumfahrtagentur Nasa stoppt weitgehend ihre Zusammenarbeit mit Russland. Beim Betrieb der Internationalen Raumstation ISS soll es jedoch keine Abstriche geben.

    7. April: Russlandtreue Aktivisten besetzen die Gebietsverwaltungen der Millionenstädte Charkow und Donezk. Auf den Dächern hissen sie die russische Flagge. Sie fordern Referenden über eine Abspaltung von Kiew.

    8. April: Truppen des Innenministeriums räumen in der Millionenstadt Charkow ein von prorussischen Aktivisten besetztes Verwaltungsgebäude. Dabei nehmen sie 70 Menschen fest.

    10. April: Die Regierung in Kiew stellt den prorussischen Separatisten in der Ostukraine Straffreiheit in Aussicht, wenn sie die besetzten staatlichen Gebäude in Lugansk und Donezk freiwillig räumen und ihre Waffen niederlegen.

    10. April: Rund 35 000 bis 40 000 russische Soldaten sind nach Ansicht hoher Nato-Militärs im Grenzgebiet zur Ukraine jederzeit einsatzbereit. Laut Moskau sind die Nato-Bilder veraltet, die Aufnahmen stammten von einem Manöver 2013.

    12. April: Der Ukraine-Konflikt belastet auch die weltweiten Bemühungen um die weitere Abrüstung von Atomwaffen. Bei einem Treffen im japanischen Hiroshima äußert sich eine Initiative von zwölf Staaten besorgt über die Entwicklung in der Ex-Sowjetrepublik.

    13. April: Die Ukraine beginnt einen «Anti-Terror-Einsatz» gegen prorussische Separatisten in Slawjansk im Osten des Landes. Laut Innenminister Arsen Awakow gibt es Tote und Verletzte.

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