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    Berlin

    CDU-Politiker warnt vor OB als Loveparade-Sündenbock

    Der stellvertretende Unionsfraktionschef Günter Krings (CDU) hat davor gewarnt, den Duisburger CDU-Oberbürgermeister Adolf Sauerland zum Sündenbock der Loveparade-Katastrophe zu machen.

    «Ich wundere mich schon, dass sich diese Diskussion so sehr auf eine einzelne Person konzentriert, obwohl doch klar ist, dass gerade so ein Großereignis im Vorfeld von einer Vielzahl von Personen, vor allem von einer Vielzahl von Behörden beurteilt wird», sagte Krings am Freitag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. «Da machen es sich manche zu einfach. Man hat hier schon das Gefühl, dass ein Sündenbock gesucht wird.»

    Das Problem wird nach Ansicht des Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneten nicht mit einer Rücktrittsaufforderung gegen den Duisburger OB gelöst. «Offensichtlich ist das hier eine Verkettung von einer Vielzahl von Nachlässigkeiten und Fehlern gewesen», sagte Krings. «Es ist vor allem nicht richtig, dass dann andere Stellen und hier insbesondere der private Veranstalter nicht ebenso in den Fokus rücken.»

    Der CDU-Politiker sieht den CSU-Vorschlag nach einem «Veranstaltungs-TÜV» skeptisch. «Ich glaube nicht, dass wir eine neue Einrichtung, eine neue Behörde brauchen», sagte Krings. «Es wird eher darum gehen, dass man einen genaueren und klareren Kriterienkatalog für solche Großveranstaltungen aufstellt. Da muss man bestehende Regeln einfach ernster nehmen, etwa, wie es darum geht, wie breit beispielsweise Fluchtwege sein müssen.» Die bestehenden Behörden - von der kommunalen Ordnungsbehörde über die Bauaufsicht bis hin zur Polizei - müssten ihre Arbeit ordnungsgemäß erledigen.

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