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    Berlin

    Bund Bairische Sprache hadert mit CSU-Vorstoß

    Der Bund Bairische Sprache reagiert zurückhaltend auf den CSU-Vorschlag, dass Zuwanderer auch daheim in der Familie deutsch sprechen sollen.

    «Da hätten erst mal Sprachwissenschaftler konsultiert werden müssen», sagte der Vorsitzende Sepp Obermeier der Deutschen Presse-Agentur. Er hält es für falsch, dass zum Beispiel türkischen Kindern im Kindergarten und in der Schule praktisch ein Verbot der Muttersprache auferlegt werde. Stattdessen könne man die Muttersprache einbinden, «so wie unser Kultusministerium das Bairisch eingebunden hat in die Standards zum deutschen Spracherwerb».

    Denn die lautlichen Fähigkeiten seien Zusatzkompetenzen, so Obermeier. Das «Bairische» als Dialekt sei durch den Vorstoß nicht in Gefahr. «Ich glaube nicht, dass es die Intention der CSU ist, dass sie das «Grüß Gott» abschaffen wollen.» Es sei aber problematisch, «wenn unterschwellig für die bayrischen Dialektsprecher die Verbindung hergestellt wird, dass Bairisch nicht mehr erwünscht ist oder dass man im Familienkreis schriftsprachlich Konversation übt».

    Bund Bairische Sprache

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